Kein Grund für übertriebenen Pessimismus!
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Ergebnisse der dritten Online-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Finanzkrise
Hamburg, 4. Dezember 2008. „Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie. Im Augenblick haben leider die Pessimisten Hochkonjunktur. Der AGA gehört nicht zu den Schwarzmalern. Die Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen wissen, wie sie auch mit starken Marktschwankungen umgehen. Für sie gilt die norddeutsche Kaufmannsregel `Kaufmannsgut ist Ebbe und Flut`." Dies erklärte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse zu den Ergebnissen der dritten Online-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Fiananzmarktkrise auf den Mittelstand im Norden.
Hamburg, 4. Dezember 2008. „Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie. Im Augenblick haben leider die Pessimisten Hochkonjunktur. Der AGA gehört nicht zu den Schwarzmalern. Die Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen wissen, wie sie auch mit starken Marktschwankungen umgehen. Für sie gilt die norddeutsche Kaufmannsregel `Kaufmannsgut ist Ebbe und Flut`." Dies erklärte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse zu den Ergebnissen der dritten Online-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Fiananzmarktkrise auf den Mittelstand im Norden.
Ziel der Online-Blitzumfragen des AGA ist es, die aktuelle Lage bei den Mitgliedern zu ermitteln und abschätzen zu können, ob es politischen Handlungsbedarf zur Wahrung der Interessen der AGA-Mitglieder gibt. Über die Ergebnisse informieren wir über die Medien die Öffentlichkeit. Wir wollen Mut machen - und das mit repräsentativen Daten aus dem Mitgliederkreis.
An unserer dritten Online-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Finanzmarktkrise am 1. Dezember haben sich erneut rund 250 Mitglieder innerhalb eines Tages beteiligt. Davon sind ca. die Hälfte Großhändler und je ein Viertel Außenhändler und Dienstleister. Hier die Ergebnisse:
Die wichtigste Nachricht: Es gibt keinen Grund für übertriebenen Pessimismus! Immer noch 45 Prozent der Befragten erklären keine Auswirkungen der Finanzkrise auf Ihr Unternehmen zu spüren.
Keine Kreditklemme! Stabile 75 Prozent bestätigen keine Veränderungen im Kreditvergabeverhalten ihrer Banken. Für knapp 20 Prozent haben sich Kredite verteuert, 13 Prozent müssen mehr Sicherheiten stellen. Die Banken behindern die Geschäfte nicht.
Sorgen bereitet jedoch die private Warenkreditversicherung. Hier melden ein Drittel der Betroffenen steigende Prämien, höhere Selbstbehalte, gesenkte oder gestrichene Kundenlimits, gestrichene Branchen und Länder. Hier gibt es wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf. Der AGA setzt sich auf Bundesebene dafür ein, dass die staatliche Kreditversicherung Hermes wieder stärker einspringt, um vor allem Exporte in die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten abzusichern.
Sinkende Aufträge, aber kein Einbruch! Auswirkungen auf die Auftragslage zeigen sich inzwischen bei der Hälfte der Befragten. Bestehende Aufträge wurden bei 13 Prozent der Befragten storniert. 42 Prozent berichten über deutlich rückläufige Bestellungen ihrer inländischen Kunden. Der Anteil der Unternehmen, die über sinkende Bestellungen ihrer ausländischen Kunden berichten beträgt 22 Prozent. Bei 3,4 Prozent hat sich die Auftragslage sogar verbessert. Es wird weiter investiert!
Die Mehrheit der Unternehmen wird an den für 2009 geplanten Investitionsplänen festhalten.
Personal wird weiter eingestellt! Nach wie vor wollen 52 Prozent der befragten Unternehmen Ihre Personalpläne umsetzen und auch weitere Mitarbeiter einstellen. 25 Prozent wollen geplante Neueinstellungen verschieben, 17 Prozent planen Personal abbauen.
Aussichten für 2009: 47 Prozent der Unternehmen erwarten eine deutliche Abkühlung der Konjunktur. 44 Prozent gehen davon aus, dass sich die Konjunktur 2009 leicht abgeschwächt fortsetzen wird. 10 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Konjunktur 2009 auf jetzigem Niveau stabilisieren wird.
Was sollte der Staat jetzt tun? Die überwiegende Mehrheit der Befragten (61 Prozent) hält die Streichung des Solidaritätszuschlages für das beste Mittel, die Konjunktur zu stützen. Für höhere staatliche Investitionen sprechen sich 40 Prozent aus, für die Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten 39 Prozent. Die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer befürworten 32. Konsumgutscheine halten nur 8 Prozent der Befragten für zielführend. Auch die Unterstützung für gefährdete Branchen stößt nur bei 9 Prozent auf Sympathie.
Kommentar zu den Ergebnissen unserer Umfrage von AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: „Wir werden einen Abschwung erleben. Fakt ist aber: Auch 2009 wird dennoch weiter konsumiert und investiert. Nullwachstum heißt ja nicht Stillstand. Das Leben geht weiter. Auch nach dem ersten Ölpreisschock in den 1970er Jahren überstand Deutschland eine Phase des Null- und Negativwachstum. Und Hamburg hat sich auch in dieser Zeit weiterentwickelt. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und nach Lösungen suchen. Unsere Branche bleibt zuversichtlich."
Kontakt:
AGA Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V.
Dr. Holger Eisold, Tel. (040) 30 80 1-151
E-Mail: holger.eisold@aga.de
An unserer dritten Online-Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Finanzmarktkrise am 1. Dezember haben sich erneut rund 250 Mitglieder innerhalb eines Tages beteiligt. Davon sind ca. die Hälfte Großhändler und je ein Viertel Außenhändler und Dienstleister. Hier die Ergebnisse:
Die wichtigste Nachricht: Es gibt keinen Grund für übertriebenen Pessimismus! Immer noch 45 Prozent der Befragten erklären keine Auswirkungen der Finanzkrise auf Ihr Unternehmen zu spüren.
Keine Kreditklemme! Stabile 75 Prozent bestätigen keine Veränderungen im Kreditvergabeverhalten ihrer Banken. Für knapp 20 Prozent haben sich Kredite verteuert, 13 Prozent müssen mehr Sicherheiten stellen. Die Banken behindern die Geschäfte nicht.
Sorgen bereitet jedoch die private Warenkreditversicherung. Hier melden ein Drittel der Betroffenen steigende Prämien, höhere Selbstbehalte, gesenkte oder gestrichene Kundenlimits, gestrichene Branchen und Länder. Hier gibt es wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf. Der AGA setzt sich auf Bundesebene dafür ein, dass die staatliche Kreditversicherung Hermes wieder stärker einspringt, um vor allem Exporte in die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten abzusichern.
Sinkende Aufträge, aber kein Einbruch! Auswirkungen auf die Auftragslage zeigen sich inzwischen bei der Hälfte der Befragten. Bestehende Aufträge wurden bei 13 Prozent der Befragten storniert. 42 Prozent berichten über deutlich rückläufige Bestellungen ihrer inländischen Kunden. Der Anteil der Unternehmen, die über sinkende Bestellungen ihrer ausländischen Kunden berichten beträgt 22 Prozent. Bei 3,4 Prozent hat sich die Auftragslage sogar verbessert. Es wird weiter investiert!
Die Mehrheit der Unternehmen wird an den für 2009 geplanten Investitionsplänen festhalten.
Personal wird weiter eingestellt! Nach wie vor wollen 52 Prozent der befragten Unternehmen Ihre Personalpläne umsetzen und auch weitere Mitarbeiter einstellen. 25 Prozent wollen geplante Neueinstellungen verschieben, 17 Prozent planen Personal abbauen.
Aussichten für 2009: 47 Prozent der Unternehmen erwarten eine deutliche Abkühlung der Konjunktur. 44 Prozent gehen davon aus, dass sich die Konjunktur 2009 leicht abgeschwächt fortsetzen wird. 10 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Konjunktur 2009 auf jetzigem Niveau stabilisieren wird.
Was sollte der Staat jetzt tun? Die überwiegende Mehrheit der Befragten (61 Prozent) hält die Streichung des Solidaritätszuschlages für das beste Mittel, die Konjunktur zu stützen. Für höhere staatliche Investitionen sprechen sich 40 Prozent aus, für die Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten 39 Prozent. Die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer befürworten 32. Konsumgutscheine halten nur 8 Prozent der Befragten für zielführend. Auch die Unterstützung für gefährdete Branchen stößt nur bei 9 Prozent auf Sympathie.
Kommentar zu den Ergebnissen unserer Umfrage von AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: „Wir werden einen Abschwung erleben. Fakt ist aber: Auch 2009 wird dennoch weiter konsumiert und investiert. Nullwachstum heißt ja nicht Stillstand. Das Leben geht weiter. Auch nach dem ersten Ölpreisschock in den 1970er Jahren überstand Deutschland eine Phase des Null- und Negativwachstum. Und Hamburg hat sich auch in dieser Zeit weiterentwickelt. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und nach Lösungen suchen. Unsere Branche bleibt zuversichtlich."
Kontakt:
AGA Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V.
Dr. Holger Eisold, Tel. (040) 30 80 1-151
E-Mail: holger.eisold@aga.de