22. EuropaAbend am 13. Dezember in Hannover
Volker Tschirch, AGA-Hauptgeschäftsführer, Dr. Hans Fabian Kruse, AGA-Präsident, Olaf Scholz, David McAllister, Harald Tenzer, Vorsitzender AGA-Landesgruppe Niedersachsen
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Ein Symbol der gelebten norddeutschen Verbundenheit
David McAllister und Olaf Scholz sind Festredner auf dem 22. EuropaAbend des AGA in Hannover
„Zwei Regierungschefs auf einem EuropaAbend - das ist ein starkes Signal für die Zusammenarbeit im Norden." Dies erklärte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse in seiner Begrüßung zum 22. EuropaAbend am 13. Dezember in Hannover. Festredner waren der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Über 200 hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Konsularkorps, Bundeswehr und den Medien nahmen am EuropaAbend im Alten Rathaus teil.
Mit dem EuropaAbend 2011 feierten wir die Vereinigung der norddeutschen Unternehmensverbände für Handel und Dienstleistung GVN und AGA. Im AGA sind jetzt mehr als 3.500 überwiegend mittelständische Unternehmen mit über 150.000 Beschäftigten in den fünf Küstenländern organisiert.
David McAllister und Olaf Scholz sind Festredner auf dem 22. EuropaAbend des AGA in Hannover
„Zwei Regierungschefs auf einem EuropaAbend - das ist ein starkes Signal für die Zusammenarbeit im Norden." Dies erklärte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse in seiner Begrüßung zum 22. EuropaAbend am 13. Dezember in Hannover. Festredner waren der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Über 200 hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Konsularkorps, Bundeswehr und den Medien nahmen am EuropaAbend im Alten Rathaus teil.
Mit dem EuropaAbend 2011 feierten wir die Vereinigung der norddeutschen Unternehmensverbände für Handel und Dienstleistung GVN und AGA. Im AGA sind jetzt mehr als 3.500 überwiegend mittelständische Unternehmen mit über 150.000 Beschäftigten in den fünf Küstenländern organisiert.
„Handel und Dienstleistung prägen unsere Wirtschaftsregion. Norddeutschland ist eine der starken Regionen in Europa. Und wir können, gerade politisch, noch stärker werden", sagte Kruse. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft seien gleichermaßen gefordert, unseren Norden in einem Europa der Regionen dauerhaft und stabil voranzubringen. Mit Blick auf die Realitäten in unserer norddeutschen Region sollte in der Politik zukünftig mehr auf das geblickt werden, was uns vereint, als auf das, was uns trennt. „Wir verlangen von der Politik nichts, was wir nicht selbst bereit sind zu tun", erklärte der Präsident.
Der 22. EuropaAbend des AGA stand unter dem Motto: „Gemeinsam. In Europa. Wir sind der Norden." Die Vereinigung der beiden Verbände symbolisiert den langen und steinigen Weg des europäischen Einigungsprozesses", erklärte Harald Tenzer, Vorsitzender der AGA-Landesgruppe Niedersachsen. „Es symbolisiert zugleich aber auch, dass Ausdauer, Beharrlichkeit und der Wille zum großen Gemeinsamen ein Erfolgsrezept sein können", sagte Tenzer mit Blick auf die gegenwärtige europäische Staatsschuldenkrise. Für die Zukunft Europas werde es ganz entscheidend sein, wie wir mit der Krise umgehen. „Und dazu gehört vor allem ein Funken Optimismus", so Tenzer. Die ständig negativen Nachrichten würden nicht nur die Wirtschaft und Finanzwelt erschüttern, sondern uns alle in unserem Glauben an ein starkes, vereintes Europa verunsichern. „Ist es nicht vielleicht genau diese negative Stimmung, die uns und Europa am Weiterdenken hindert?", fragte Tenzer und erinnerte an die Festrede des ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher auf dem EuropaAbend 1996. Genscher stellte damals fest: „Europa ist unsere Zukunft, sonst haben wir keine."
„Der heutige Abend ist auch ein Symbol der gelebten norddeutschen Verbundenheit", sagte Tenzer weiter. Im vereinten Europa würden die Regionen eine immer stärkere Rolle spielen und damit auch Norddeutschland in seiner Gesamtheit. Angesichts europäischer und globaler Herausforderungen könnten wir uns in Zukunft nicht leisten, kleinteilig zu denken. „Wirtschaftspolitik oder Verkehrspolitik, genau wie Wissenschaftspolitik oder Bildungspolitik machen an den Landesgrenzen nicht halt", erklärte Tenzer. Auch vor dem Hintergrund fiskalischer Engpässe, gebe es keine Alternative zu einer noch engeren Kooperation und Geschlossenheit hier im Norden.
McAllister und Scholz würdigten in ihren Reden die Vereinigung des GVN mit dem AGA Unternehmensverband. Auch vertraten beide die Auffassung, dass Europa sich auf einem guten Weg befinde. Auf dem jüngsten EU-Gipfel sei „europäische Geschichte" geschrieben worden, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. Europa sei die „Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart". Für Hamburgs Bürgermeister ist Europa „das Schicksal Deutschlands". Der Schuldenabbau müsse in den Verfassungen aller Euroländer verankert werden. Besser noch in denen aller EU-Länder, so Scholz weiter. „Das gibt uns Spielraum für unterschiedliche politische Strategien innerhalb der Euro-Zone."
Kritisch bewertete McAllister Äußerungen einiger deutscher Politiker zur Position Großbritanniens auf dem EU-Gipfel. Aussagen etwa, mit denen Großbritannien eine privilegierte Partnerschaft angeboten werde, zeugten von Arroganz und seien völlig inakzeptabel, sagte er. Er selbst sei „tieftraurig" über die Entscheidung der britischen Regierung, sich nicht am neuen europäischen Stabilitätsvertrag zu beteiligen. Aber Deutschland dürfe nicht vergessen, was es Großbritannien zu verdanken habe, sagte McAllister, der neben der deutschen auch die britische Staatsbürgerschaft hat. „Großbritannien gehört zur Europäischen Union", erklärte er klar und kündigte an, kurzfristig politische Gespräche in London zu führen. „Es ist nun die Aufgabe deutscher Politik, die Hand auszustrecken, um Großbritannien wieder aus seiner Ecke herauszuholen", so der niedersächsische Ministerpräsident.
Scholz und McAllister bekannten sich zur weiteren Kooperation im Norden. Eine „starke norddeutsche Identität" sei gut für die Gesamtregion im Europa der Regionen, sagte Scholz. Genauso wie McAllister wehrte er sich aber gegen Spekulationen über einen Nordstaat. „Wir leben nach dem Motto: Liebe deinen Nachbarn, aber reiße den Gartenzaun nicht ein", sagte McAllister. Auch für Scholz sind Spekulationen über einen Nordstaat fruchtlos. „Unsere Aufgabe ist unter anderem dafür zu sorgen, dass die Landesgrenzen den Alltag der Bürgerinnen und Bürger nicht beeinträchtigen", sagte der Erster Bürgermeister. Für beide Politiker ist zum Beispiel die Wissenschaftspolitik ein wichtiges Feld für eine engere norddeutsche Zusammenarbeit.
Dank Unterstützung der HypoVereinsbank wurde der EuropaAbend durch die Vorstelleung „Papageno trifft My Fair Lady" abgerundet. Die beiden Sänger Nadja Klitzke, Christian Oldenburg und der Pianist Clemens Wiencke kennen sich schon viele Jahre. Sie arbeiten in gemeinsamen Opernproduktionen, wie kürzlich in Mozarts Zauberflöte, bei gemeinsamen Konzerten und Liederabenden. Sie formieren sich neben eigenen Konzert- und Opernengagements immer wieder gerne zu einem Ensemble und gestalten unterhaltsame Opern- und Operettenprogramme. Diese Musiker zählen zu den jungen Nachwuchskünstlern, die im Rahmen der Kulturförderung der HypoVereinsbank auf ihrem Weg in die künstlerische Professionalität begleitet wurden.
Der 22. EuropaAbend des AGA stand unter dem Motto: „Gemeinsam. In Europa. Wir sind der Norden." Die Vereinigung der beiden Verbände symbolisiert den langen und steinigen Weg des europäischen Einigungsprozesses", erklärte Harald Tenzer, Vorsitzender der AGA-Landesgruppe Niedersachsen. „Es symbolisiert zugleich aber auch, dass Ausdauer, Beharrlichkeit und der Wille zum großen Gemeinsamen ein Erfolgsrezept sein können", sagte Tenzer mit Blick auf die gegenwärtige europäische Staatsschuldenkrise. Für die Zukunft Europas werde es ganz entscheidend sein, wie wir mit der Krise umgehen. „Und dazu gehört vor allem ein Funken Optimismus", so Tenzer. Die ständig negativen Nachrichten würden nicht nur die Wirtschaft und Finanzwelt erschüttern, sondern uns alle in unserem Glauben an ein starkes, vereintes Europa verunsichern. „Ist es nicht vielleicht genau diese negative Stimmung, die uns und Europa am Weiterdenken hindert?", fragte Tenzer und erinnerte an die Festrede des ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher auf dem EuropaAbend 1996. Genscher stellte damals fest: „Europa ist unsere Zukunft, sonst haben wir keine."
„Der heutige Abend ist auch ein Symbol der gelebten norddeutschen Verbundenheit", sagte Tenzer weiter. Im vereinten Europa würden die Regionen eine immer stärkere Rolle spielen und damit auch Norddeutschland in seiner Gesamtheit. Angesichts europäischer und globaler Herausforderungen könnten wir uns in Zukunft nicht leisten, kleinteilig zu denken. „Wirtschaftspolitik oder Verkehrspolitik, genau wie Wissenschaftspolitik oder Bildungspolitik machen an den Landesgrenzen nicht halt", erklärte Tenzer. Auch vor dem Hintergrund fiskalischer Engpässe, gebe es keine Alternative zu einer noch engeren Kooperation und Geschlossenheit hier im Norden.
McAllister und Scholz würdigten in ihren Reden die Vereinigung des GVN mit dem AGA Unternehmensverband. Auch vertraten beide die Auffassung, dass Europa sich auf einem guten Weg befinde. Auf dem jüngsten EU-Gipfel sei „europäische Geschichte" geschrieben worden, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. Europa sei die „Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart". Für Hamburgs Bürgermeister ist Europa „das Schicksal Deutschlands". Der Schuldenabbau müsse in den Verfassungen aller Euroländer verankert werden. Besser noch in denen aller EU-Länder, so Scholz weiter. „Das gibt uns Spielraum für unterschiedliche politische Strategien innerhalb der Euro-Zone."
Kritisch bewertete McAllister Äußerungen einiger deutscher Politiker zur Position Großbritanniens auf dem EU-Gipfel. Aussagen etwa, mit denen Großbritannien eine privilegierte Partnerschaft angeboten werde, zeugten von Arroganz und seien völlig inakzeptabel, sagte er. Er selbst sei „tieftraurig" über die Entscheidung der britischen Regierung, sich nicht am neuen europäischen Stabilitätsvertrag zu beteiligen. Aber Deutschland dürfe nicht vergessen, was es Großbritannien zu verdanken habe, sagte McAllister, der neben der deutschen auch die britische Staatsbürgerschaft hat. „Großbritannien gehört zur Europäischen Union", erklärte er klar und kündigte an, kurzfristig politische Gespräche in London zu führen. „Es ist nun die Aufgabe deutscher Politik, die Hand auszustrecken, um Großbritannien wieder aus seiner Ecke herauszuholen", so der niedersächsische Ministerpräsident.
Scholz und McAllister bekannten sich zur weiteren Kooperation im Norden. Eine „starke norddeutsche Identität" sei gut für die Gesamtregion im Europa der Regionen, sagte Scholz. Genauso wie McAllister wehrte er sich aber gegen Spekulationen über einen Nordstaat. „Wir leben nach dem Motto: Liebe deinen Nachbarn, aber reiße den Gartenzaun nicht ein", sagte McAllister. Auch für Scholz sind Spekulationen über einen Nordstaat fruchtlos. „Unsere Aufgabe ist unter anderem dafür zu sorgen, dass die Landesgrenzen den Alltag der Bürgerinnen und Bürger nicht beeinträchtigen", sagte der Erster Bürgermeister. Für beide Politiker ist zum Beispiel die Wissenschaftspolitik ein wichtiges Feld für eine engere norddeutsche Zusammenarbeit.
Dank Unterstützung der HypoVereinsbank wurde der EuropaAbend durch die Vorstelleung „Papageno trifft My Fair Lady" abgerundet. Die beiden Sänger Nadja Klitzke, Christian Oldenburg und der Pianist Clemens Wiencke kennen sich schon viele Jahre. Sie arbeiten in gemeinsamen Opernproduktionen, wie kürzlich in Mozarts Zauberflöte, bei gemeinsamen Konzerten und Liederabenden. Sie formieren sich neben eigenen Konzert- und Opernengagements immer wieder gerne zu einem Ensemble und gestalten unterhaltsame Opern- und Operettenprogramme. Diese Musiker zählen zu den jungen Nachwuchskünstlern, die im Rahmen der Kulturförderung der HypoVereinsbank auf ihrem Weg in die künstlerische Professionalität begleitet wurden.