AGA-Ausbildungspreis 2009 in Bremen
Klaus Ziegler mit den Preisträgern Lisa Marie Harbach, Ann-Kathrin Horstkotte und Felix Vetter
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Von machthungrigen Schimpansen, ehrgeizigen Auszubildenden und der Bedeutung des Lernens
„Die Finanzkrise wäre nicht anders verlaufen, wenn anstelle von Bankern und Fondsmanagern Schimpansen über riskante Geschäfte entschieden hätten. Denn die Gene und der Antrieb von Schimpansen und Menschen sind ähnlich." Mit diesem launigen Einstieg verstand es der engagierte Tierschützer Stephan Louis am Donnerstag im Übersee-Museum, das Interesse seiner Zuhörer für sein Projekt in Sambia für verletzte oder verwaiste Schimpansen zu wecken. Louis, der hauptberuflich Chef der Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH ist, gelang es trefflich, mit feinem Humor Rückschlüsse aus dem Gruppenverhalten der Schimpansen für die betriebliche Personalpolitik zu ziehen.
Eingeladen zu diesem außergewöhnlichen Vortrag zum Thema „Unternehmerkollege Schimpanse" hatte der AGA Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V. anlässlich der diesjährigen Vergabe seines Ausbildungspreises. Für ihre überdurchschnittlichen Leistungen in der betrieblichen Ausbildung wurden drei Jungkaufleute ausgezeichnet:
„Die Finanzkrise wäre nicht anders verlaufen, wenn anstelle von Bankern und Fondsmanagern Schimpansen über riskante Geschäfte entschieden hätten. Denn die Gene und der Antrieb von Schimpansen und Menschen sind ähnlich." Mit diesem launigen Einstieg verstand es der engagierte Tierschützer Stephan Louis am Donnerstag im Übersee-Museum, das Interesse seiner Zuhörer für sein Projekt in Sambia für verletzte oder verwaiste Schimpansen zu wecken. Louis, der hauptberuflich Chef der Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH ist, gelang es trefflich, mit feinem Humor Rückschlüsse aus dem Gruppenverhalten der Schimpansen für die betriebliche Personalpolitik zu ziehen.
Eingeladen zu diesem außergewöhnlichen Vortrag zum Thema „Unternehmerkollege Schimpanse" hatte der AGA Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V. anlässlich der diesjährigen Vergabe seines Ausbildungspreises. Für ihre überdurchschnittlichen Leistungen in der betrieblichen Ausbildung wurden drei Jungkaufleute ausgezeichnet:
- Ann-Kathrin Horstkotte (21), ausgebildet zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Fachrichtung Großhandel, bei der Gebr. Westhoff GmbH & Co. KG in Bremen
- Lisa Marie Harbach (23), ausgebildet zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung beim Seehafen-Transportkontor Gildemeister GmbH in Bremen
- Felix Vetter (21), ausgebildet zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Fachrichtung Außenhandel, bei der C. Melchers GmbH & Co. KG in Bremen
In seiner Laudatio ging Klaus Ziegler, der Vorsitzende der AGA-Landesgruppe Bremen, auch auf das besondere Engagement der Bremer Ausbildungsunternehmen ein. „Auch in diesem Jahr werden die Bremer Unternehmen allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Schulabgängern ein Ausbildungsangebot unterbreiten können", erklärte Ziegler. Zwar würde die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Jahr um rund acht Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Zugleich aber sinke aus demografischen Gründen auch die Nachfrage nach Lehrstellen. Mit heute rund 3.000 neuen Ausbildungsverträgen liegen wir auf dem Niveau von 2007, sagte Ziegler.
Kritische Worte gab es allerdings zur Schulpolitik in Bremen. „Die Perspektive für junge Menschen ohne Schulabschluss heißt Hartz IV", sagte Ziegler. Deshalb dürfe es Schulabbrecher in Zukunft nicht mehr geben. Alle Schulabgänger müssten ausbildungsfähig sein. Nur dann hätten sie eine Chance, sich in der betrieblichen Ausbildung zu entwickeln und aus eigener Kraft in unserer Gesellschaft zu leben. Jeder einzelne Schüler müsse künftig seinen Fähigkeiten entsprechend individuell gefordert und gefördert werden. Lernschwache Schüler müssten in ihrer Entwicklung unterstützt werden, ohne das Lerntempo der begabten Schüler zu drosseln. „Dazu brauchen wir kleinere Klassen, moderne pädagogische Konzepte und hoch motivierte Lehrer", forderte Ziegler.
Stephan Louis, ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein engagierter Tierschützer. Vor zwanzig Jahren hat er den CHIMFUNSHI-Verein in Sambia gegründet. Das ist eine Auffangstation für verletzte oder verwaiste Schimpansen, denen dort ein artgerechtes Leben ermöglicht wird. Weitere Informationen über den CHIMFUNSHI-Verein finden Sie im Internet:
http://www.chimfunshi.de
Kritische Worte gab es allerdings zur Schulpolitik in Bremen. „Die Perspektive für junge Menschen ohne Schulabschluss heißt Hartz IV", sagte Ziegler. Deshalb dürfe es Schulabbrecher in Zukunft nicht mehr geben. Alle Schulabgänger müssten ausbildungsfähig sein. Nur dann hätten sie eine Chance, sich in der betrieblichen Ausbildung zu entwickeln und aus eigener Kraft in unserer Gesellschaft zu leben. Jeder einzelne Schüler müsse künftig seinen Fähigkeiten entsprechend individuell gefordert und gefördert werden. Lernschwache Schüler müssten in ihrer Entwicklung unterstützt werden, ohne das Lerntempo der begabten Schüler zu drosseln. „Dazu brauchen wir kleinere Klassen, moderne pädagogische Konzepte und hoch motivierte Lehrer", forderte Ziegler.
Stephan Louis, ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein engagierter Tierschützer. Vor zwanzig Jahren hat er den CHIMFUNSHI-Verein in Sambia gegründet. Das ist eine Auffangstation für verletzte oder verwaiste Schimpansen, denen dort ein artgerechtes Leben ermöglicht wird. Weitere Informationen über den CHIMFUNSHI-Verein finden Sie im Internet:
http://www.chimfunshi.de