2004: Geburtstagsfeier im Hamburger Rathaus
Prof. Dr. Axel A. Weber warnte davor, angesichts der hohe Staatsdefizite die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspaktes aufzuweichen. Sein Vortrag wurde mehrfach von Zwischenapplaus begleitet. Fotos: Martin Brinckmann
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Bundesbank-Präsident Prof. Dr. Axel A. Weber als Gastredner
Seinen 50-jährigen Geburtstag feierte der AGA im Hamburger Rathaus - der Europa-Abend 2004 bot den richtigen Rahmen. An der Festveranstaltung nahmen mehr als 300 hochkarätige Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Konsularkorps, Gerichtsbarkeit, Verwaltung, Wissenschaft, Bundeswehr, Kammern und Verbänden sowie den Medien teil.
In schriftlichen Grußworten gratulierten die fünf Regierungs-Chefs der norddeutschen Länder sowie die Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels.
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Professor Dr. Axel A. Weber, sprach zum Thema "Geldpolitik und Stabilität im neuen Europa".
Die Grüße des Senats überbrachte Senator Dr. Michael Freytag, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg.
Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgte TRIOtotal. Die drei Musiker wurden im Rahmen von ?Jugend kulturell? von der HypoVereinsbank/Verein
Seinen 50-jährigen Geburtstag feierte der AGA im Hamburger Rathaus - der Europa-Abend 2004 bot den richtigen Rahmen. An der Festveranstaltung nahmen mehr als 300 hochkarätige Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Konsularkorps, Gerichtsbarkeit, Verwaltung, Wissenschaft, Bundeswehr, Kammern und Verbänden sowie den Medien teil.
In schriftlichen Grußworten gratulierten die fünf Regierungs-Chefs der norddeutschen Länder sowie die Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels.
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Professor Dr. Axel A. Weber, sprach zum Thema "Geldpolitik und Stabilität im neuen Europa".
Die Grüße des Senats überbrachte Senator Dr. Michael Freytag, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg.
Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgte TRIOtotal. Die drei Musiker wurden im Rahmen von ?Jugend kulturell? von der HypoVereinsbank/Verein
In seinem Festvortrag betonte Prof. Dr. Axel A. Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, dass die Bundesregierung den europäischen Wachstums- und Stabilitätspakt nicht dauerhaft beschädigen dürfe. Priorität der Finanzpolitik in Europa müsse die Konsolidierung der Staatshaushalte sein, erklärte der Bundesbankpräsident in seiner mehrfach durch Beifall unterbrochenen Rede. Es war der erste Auftritt von Professor Weber in seiner neuen Funktion als Bundesbankpräsident in Norddeutschland. Die Medien haben ausführlich über den Europa-Abend und über das 50-jährige Bestehen des AGA berichtet.
Dank an den Redner
Volker Tschirch, AGA-Vorstandssprecher
Sehr geehrter Herr Bundesbankpräsident,
der Applaus zeigt Ihnen, wie gut Ihre Rede bei uns angekommen ist. Ihre Analysen und Handlungsempfehlungen finden eine hohe Zustimmung. Noch im Frühjahr - bevor Sie in Ihr neues Amt berufen wurden - da wurde stark über die Zukunft der Bundesbank und über ihre Rolle spekuliert. Dabei wurde auch die These vertreten, dass die Bundesbank quasi zum verlängerten Arm der Politik und damit mundtot gemacht werden könnte. Ihre Rede hat uns gezeigt, dass die Bundesbank alles andere als mundtot ist. Sie schärfen das Profil der Bundesbank als ?Hüterin der Stabilität?.
In den letzten Wochen und auch heute Abend haben Sie der Bundesregierung empfohlen, den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht ?dauerhaft zu beschädigen?. Damit stellen Sie sich in die Tradition einer Deutschen Bundesbank, die nicht irgendeine Notenbank ist, sondern als Vorbild für die Stabilitätskultur der Europäischen Zentralbank gilt.
Sehr geehrter Herr Professor Weber, wir danken Ihnen für diese Festrede!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
eine zentrale Forderung auch der Wirtschaft an die Politik ist, dass endlich Ernst gemacht wird, mit einer wirklichen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Eine solide Haushaltspolitik stärkt das Wirtschaftswachstum.Wir werben immer wieder dafür, eine wesentliche Kaufmannsregel zu beherzigen. Diese lautet: ?Du musst weniger Geld ausgeben, als Du einnimmst?.
Diese einfache Kaufmannsregel hat jetzt der Präsident des Hamburgischen Rechnungshofes, Herr Dr. Meyer-Abich, der heute auch hier bei uns ist, weiterentwickelt.
Herr Dr. Meyer-Abich, Sie haben gefordert, dass alle Gebietskörperschaften per Verfassung dazu verpflichtet werden, mit ihren Einnahmen auszukommen ? es würde verboten, neue Schulden zu machen.
Eine faszinierende Idee, die auch in der Finanzpolitik den Grundsatz der Nachhaltigkeit einführen würde.Ich bin überzeugt davon, dass wir ein richtiges Signal setzen, wenn wir uns heute diese Forderung zu eigen machen.
Meine Damen und Herren,
nachdem wir dieses nun so beschlossen und verkündet haben, möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen, allen herzlich zu danken, die vor und hinter den Kulissen für das Gelingen unserer Geburtstagsfeier sorgen.
Wenn gleich unsere Gläser wieder gefüllt sind, sollten wir anstoßen auf den
AGA Unternehmensverband und das Wohl unserer norddeutschen Wirtschaft.
Ich wünsche uns allen einen weiterhin anregenden Abend mit guten Gesprächen.
GASTREDNER DER VORANGEGANGENEN JAHRE WAREN:
2003 Jean-Claude Juncker
2002 György Konrád
2001 Prof. Dr. Meinhard Miegel
2000 Joachim Bitterlich
1999 Antoinette Primatarova
1998 Prof. Werner Weidenfeld
1997 Lord (Ralf) Dahrendorf
1996 Hans-Dietrich Genscher
1995 Ruud Lubbers
1994 Jean François-Poncet
1993 Manfred Brunner
1992 Helmut Schmidt
1991 Peter Scholl-Latour
1990 Prof. Alfred Grosser
Dank an den Redner
Volker Tschirch, AGA-Vorstandssprecher
Sehr geehrter Herr Bundesbankpräsident,
der Applaus zeigt Ihnen, wie gut Ihre Rede bei uns angekommen ist. Ihre Analysen und Handlungsempfehlungen finden eine hohe Zustimmung. Noch im Frühjahr - bevor Sie in Ihr neues Amt berufen wurden - da wurde stark über die Zukunft der Bundesbank und über ihre Rolle spekuliert. Dabei wurde auch die These vertreten, dass die Bundesbank quasi zum verlängerten Arm der Politik und damit mundtot gemacht werden könnte. Ihre Rede hat uns gezeigt, dass die Bundesbank alles andere als mundtot ist. Sie schärfen das Profil der Bundesbank als ?Hüterin der Stabilität?.
In den letzten Wochen und auch heute Abend haben Sie der Bundesregierung empfohlen, den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht ?dauerhaft zu beschädigen?. Damit stellen Sie sich in die Tradition einer Deutschen Bundesbank, die nicht irgendeine Notenbank ist, sondern als Vorbild für die Stabilitätskultur der Europäischen Zentralbank gilt.
Sehr geehrter Herr Professor Weber, wir danken Ihnen für diese Festrede!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
eine zentrale Forderung auch der Wirtschaft an die Politik ist, dass endlich Ernst gemacht wird, mit einer wirklichen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Eine solide Haushaltspolitik stärkt das Wirtschaftswachstum.Wir werben immer wieder dafür, eine wesentliche Kaufmannsregel zu beherzigen. Diese lautet: ?Du musst weniger Geld ausgeben, als Du einnimmst?.
Diese einfache Kaufmannsregel hat jetzt der Präsident des Hamburgischen Rechnungshofes, Herr Dr. Meyer-Abich, der heute auch hier bei uns ist, weiterentwickelt.
Herr Dr. Meyer-Abich, Sie haben gefordert, dass alle Gebietskörperschaften per Verfassung dazu verpflichtet werden, mit ihren Einnahmen auszukommen ? es würde verboten, neue Schulden zu machen.
Eine faszinierende Idee, die auch in der Finanzpolitik den Grundsatz der Nachhaltigkeit einführen würde.Ich bin überzeugt davon, dass wir ein richtiges Signal setzen, wenn wir uns heute diese Forderung zu eigen machen.
Meine Damen und Herren,
nachdem wir dieses nun so beschlossen und verkündet haben, möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen, allen herzlich zu danken, die vor und hinter den Kulissen für das Gelingen unserer Geburtstagsfeier sorgen.
Wenn gleich unsere Gläser wieder gefüllt sind, sollten wir anstoßen auf den
AGA Unternehmensverband und das Wohl unserer norddeutschen Wirtschaft.
Ich wünsche uns allen einen weiterhin anregenden Abend mit guten Gesprächen.
GASTREDNER DER VORANGEGANGENEN JAHRE WAREN:
2003 Jean-Claude Juncker
2002 György Konrád
2001 Prof. Dr. Meinhard Miegel
2000 Joachim Bitterlich
1999 Antoinette Primatarova
1998 Prof. Werner Weidenfeld
1997 Lord (Ralf) Dahrendorf
1996 Hans-Dietrich Genscher
1995 Ruud Lubbers
1994 Jean François-Poncet
1993 Manfred Brunner
1992 Helmut Schmidt
1991 Peter Scholl-Latour
1990 Prof. Alfred Grosser
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