2006: Dr. Michael Fuchs MdB
"Der Fuchs wechselt seinen Pelz, aber nie seinen Charakter." Dies gilt ganz besonders für den Koblenzer Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Fuchs, der am 31. Januar Gastredner auf dem öffentlichen Teil der AGA-Mitgliederversammlung im Hamburger Dorint-Hotel war. Vor rund 250 Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Konsularkorps, Gerichtsbarkeit, Verwaltung und Wissenschaft sprach Fuchs über seine Erfahrungen als Unternehmen in der Politik.
Roter Faden seines spritzigen Vortrags waren seine Rollen als Unternehmer, als Verbandspolitiker, als frisch gebackener Bundestagsabgeordneter, als "Bürokratie-Fuchs" und des Politikers Fuchs, der jetzt seine Wege in der neuen Großen Koalition suchen muss. "Was ich jahrelang als Unternehmer angeprangert habe, will ich heute als Politiker ändern," sagte Fuchs. Mittlerweile habe aber auch der Unternehmer Fuchs erfahren müssen, dass Politiker unternehmerisches Denken und Handeln nicht unbedingt lieben. Als Unternehmer sei er es gewohnt, zügig zu entscheiden. Als Abgeordneter müsse er in Ausschüssen und Gremien die nötigen Mehrheiten suchen. Im Bundestag gebe es zu wenig Abgeordnete mit ökonomischem Sachverstand. Und der werde gebraucht, wenn es zum Beispiel um das Thema "Bürokratieabbau" geht, ein Thema, das sich Fuchs auf die Fahne geschrieben hat.
Als Leiter der Unions-Arbeitsgruppe "Bürokratieabbau2 konnte Fuchs über zahlreiche Anekdoten berichten, die sich aus dem Geflecht deutscher Verwaltungsvorschriften ergeben. So etwa über einen Feuerlöscher, der angeblich nicht in der vorschriftsmäßigen Höhe von 110 cm angebracht war. Die Berufsgenossenschaft habe dies bei einer Betriebsprüfung bemängelt. Der Feuerlöscher wurde daraufhin höher angebracht. Zwei Monate später bemängelte das Gewerbeaufsichtsamt bei einer Betriebsprüfung ebenfalls die Höhe des Feuerlöschers, diesmal würde er zu hoch hängen. "Soll der Unternehmer etwa eine Schiene anbringen, um den Feuerlöscher in der Höhe verschieben zu können, je nachdem, wer gerade prüft?", schlussfolgerte Fuchs unter amüsiertem Beifall seiner Zuhörer. "Mit diesem Unfug muss endlich Schluss sein. Wir werden das Thema Doppel- und Mehrfachprüfungen jetzt beherzt anpacken."
Auch wenn diese Anekdote zum Schmunzeln sei, die Bedeutung des Themas für Wachstum und Beschäftigung dürfe nicht unterschätzt werden. "Deutschlands Bürokratie ist über die Jahre zu einer geld- und zeitfressenden Krake gewachsen, die Deutschland im Würgegriff hält." Jeder Arbeitsplatz im Mittelstand sei jährlich mit bis zu 3.500 Euro Kosten für staatliche Bürokratiedienste belastet. Ein Mitarbeiter habe durchschnittlich 62 Stunden bürokratischer Pflichtkür zu bewältigen. Knapp 41 Prozent der Betriebe würden mehr investieren, müssten sie weniger Bürokratie befolgen. Deshalb sei es richtig, dass Bundeskanzlerin Merkel den Bürokratieabbau jetzt zur Chefsache erklärt habe. "Bürokratieabbau ist eine Wachstumsspritze, die den Staat keine "müde Mark" kostet. Bürokratieabbau ist damit das günstigste staatliche Programm für mehr Arbeitsplätze. Schon deshalb wollen wir hier schnellstmöglich handeln."
Als Leiter der Unions-Arbeitsgruppe "Bürokratieabbau2 konnte Fuchs über zahlreiche Anekdoten berichten, die sich aus dem Geflecht deutscher Verwaltungsvorschriften ergeben. So etwa über einen Feuerlöscher, der angeblich nicht in der vorschriftsmäßigen Höhe von 110 cm angebracht war. Die Berufsgenossenschaft habe dies bei einer Betriebsprüfung bemängelt. Der Feuerlöscher wurde daraufhin höher angebracht. Zwei Monate später bemängelte das Gewerbeaufsichtsamt bei einer Betriebsprüfung ebenfalls die Höhe des Feuerlöschers, diesmal würde er zu hoch hängen. "Soll der Unternehmer etwa eine Schiene anbringen, um den Feuerlöscher in der Höhe verschieben zu können, je nachdem, wer gerade prüft?", schlussfolgerte Fuchs unter amüsiertem Beifall seiner Zuhörer. "Mit diesem Unfug muss endlich Schluss sein. Wir werden das Thema Doppel- und Mehrfachprüfungen jetzt beherzt anpacken."
Auch wenn diese Anekdote zum Schmunzeln sei, die Bedeutung des Themas für Wachstum und Beschäftigung dürfe nicht unterschätzt werden. "Deutschlands Bürokratie ist über die Jahre zu einer geld- und zeitfressenden Krake gewachsen, die Deutschland im Würgegriff hält." Jeder Arbeitsplatz im Mittelstand sei jährlich mit bis zu 3.500 Euro Kosten für staatliche Bürokratiedienste belastet. Ein Mitarbeiter habe durchschnittlich 62 Stunden bürokratischer Pflichtkür zu bewältigen. Knapp 41 Prozent der Betriebe würden mehr investieren, müssten sie weniger Bürokratie befolgen. Deshalb sei es richtig, dass Bundeskanzlerin Merkel den Bürokratieabbau jetzt zur Chefsache erklärt habe. "Bürokratieabbau ist eine Wachstumsspritze, die den Staat keine "müde Mark" kostet. Bürokratieabbau ist damit das günstigste staatliche Programm für mehr Arbeitsplätze. Schon deshalb wollen wir hier schnellstmöglich handeln."
Rede Dr. Michael Fuchs am 31. Januar 2006 (35,95 kByte)