Wahlduell Politik gegen Wirtschaft bei „Hamburg1“
Die vier Hamburger Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl diskutieren mit Dr. Hans Fabian Kruse, Ruth Berckholtz und Rose Pauly
Mittelständische Wirtschaft fordert: Ausbeutung der Mitte beenden
Ein Steuersystem, das Leistung nicht länger bestraft, eine bessere Schulbildung und die Mehrwertsteuerbelastung im Hotel- und Gaststättengewerbe waren die Themen der TV-Diskussion „Mittelstand vor der Wahl", die bei „Hamburg1" am 17. September um 20:15 Uhr und 22:15 Uhr ausgestrahlt wurde.
AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse, die CDH-Vorstandsvorsitzende Ruth Berckholtz und DEHOGA-Präsidentin Rose Pauly diskutierten mit den vier Hamburger Spitzenkandidaten der Bundestagswahl: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD), Dirk Fischer (CDU), Krista Sager (Bündnis 90/Die Grünen) und Burkhardt Müller-Sönksen (FDP). Die Diskussion wurde moderiert vom stellvertretenden Chefredakteur des Hamburger Abendblattes Karl Günther Barth. Als Gäste waren rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer im Studio anwesend.
Mittelständische Wirtschaft fordert: Ausbeutung der Mitte beenden
Ein Steuersystem, das Leistung nicht länger bestraft, eine bessere Schulbildung und die Mehrwertsteuerbelastung im Hotel- und Gaststättengewerbe waren die Themen der TV-Diskussion „Mittelstand vor der Wahl", die bei „Hamburg1" am 17. September um 20:15 Uhr und 22:15 Uhr ausgestrahlt wurde.
AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse, die CDH-Vorstandsvorsitzende Ruth Berckholtz und DEHOGA-Präsidentin Rose Pauly diskutierten mit den vier Hamburger Spitzenkandidaten der Bundestagswahl: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD), Dirk Fischer (CDU), Krista Sager (Bündnis 90/Die Grünen) und Burkhardt Müller-Sönksen (FDP). Die Diskussion wurde moderiert vom stellvertretenden Chefredakteur des Hamburger Abendblattes Karl Günther Barth. Als Gäste waren rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer im Studio anwesend.
AGA-Präsident Dr. Kruse forderte, die Ausbeutung der Mitte durch unser leistungsfeindliches Steuersystem zu beenden. In Politik und Fernsehen gehe es meist nur um ganz oben und ganz unten - um Millionen-Gehälter für Manager oder um Hartz IV und BigBrother. Kaum gesprochen werde hingegen über die Mehrheit in unserer Gesellschaft, über die Frauen und Männer, die in Beruf und Familie jeden Tag Ihr Bestes geben, gleichzeitig aber immer mehr belastet werden - und am Ende denken, sie seien die Dummen. „Wir brauchen ein Steuersystem, das Leistung nicht länger bestraft, das einfach und transparent ist", forderte der AGA-Präsident. Das Grundkonzept dafür seien niedrige Steuersätze, eine breite Bemessungsgrundlage und nur wenige Ausnahmen. Das verhindere Steuerschlupflöcher und erhöhe das Gerechtigkeitsempfinden.
„Schulabbrecher darf es in Zukunft nicht mehr geben", forderte Ruth Berckholtz. Alle Schulabgänger müssten ausbildungsfähig sein. Nur dann hätten sie eine Chance, sich in der betrieblichen Ausbildung zu entwickeln. Jeder einzelne Schüler müsse künftig seinen Fähigkeiten entsprechend individuell gefordert und gefördert werden. Lernschwache Schüler gelte es, in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ohne das Lerntempo der begabten Schüler zu drosseln. „Dazu brauchen wir kleinere Klassen, moderne pädagogische Konzepte und hoch motivierte Lehrer", sagte die CDH-Vorstandsvorsitzende.
„Die Mehrwertsteuer in Deutschland ist ein System der Ungleichbehandlung", erklärte DEHOGA-Präsidentin Rose Pauly und forderte, den Mehrwertsteuersatz für das Hotel- und Gaststättengewerbe von 19 auf 7 Prozent zu senken. Wer sich seinen Mittagsimbiss im Backshop oder beim Fleischer mitnehme, zahle 7 Prozent Mehrwertsteuer, in der Gastronomie 19 Prozent - das sei eine Differenz von 12 Prozentpunkten. Auch sei es absurd, dass der BigMac mit 19 Prozent versteuert wird, sofern der Gast ihn im Lokal verzehrt, aber nur mit 7 Prozent am Drive In-Schalter. „Wer mehr Service bietet, also arbeitsintensiver produziert, wird umsatzsteuerrechtlich bestraft", erklärte Pauly.
„Schulabbrecher darf es in Zukunft nicht mehr geben", forderte Ruth Berckholtz. Alle Schulabgänger müssten ausbildungsfähig sein. Nur dann hätten sie eine Chance, sich in der betrieblichen Ausbildung zu entwickeln. Jeder einzelne Schüler müsse künftig seinen Fähigkeiten entsprechend individuell gefordert und gefördert werden. Lernschwache Schüler gelte es, in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ohne das Lerntempo der begabten Schüler zu drosseln. „Dazu brauchen wir kleinere Klassen, moderne pädagogische Konzepte und hoch motivierte Lehrer", sagte die CDH-Vorstandsvorsitzende.
„Die Mehrwertsteuer in Deutschland ist ein System der Ungleichbehandlung", erklärte DEHOGA-Präsidentin Rose Pauly und forderte, den Mehrwertsteuersatz für das Hotel- und Gaststättengewerbe von 19 auf 7 Prozent zu senken. Wer sich seinen Mittagsimbiss im Backshop oder beim Fleischer mitnehme, zahle 7 Prozent Mehrwertsteuer, in der Gastronomie 19 Prozent - das sei eine Differenz von 12 Prozentpunkten. Auch sei es absurd, dass der BigMac mit 19 Prozent versteuert wird, sofern der Gast ihn im Lokal verzehrt, aber nur mit 7 Prozent am Drive In-Schalter. „Wer mehr Service bietet, also arbeitsintensiver produziert, wird umsatzsteuerrechtlich bestraft", erklärte Pauly.