Mitgliederversammlung 2015 in Schwerin

Im Schweriner Schloss fand 2015 die Mitgliederversammlung statt.

Ministerpräsident Erwin Sellering und Dr. h. c. Lothar de Maizière zu Gast beim AGA

Es war eine besondere Mitgliederversammlung, die am 22. Januar 2015 im Plenarsaal des Schweriner Schlosses stattfand. Das erste Mal in seiner Geschichte feierte der AGA Unternehmensverband seine traditionelle Veranstaltung nicht in Hamburg. Grund war das 25. Jubiläum der Deutschen Einheit. Und mit dem Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, und Dr. h. c. Lothar de Maizière, dem letzten und einzigen frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR, waren zwei würdige Gäste gekommen.

In seiner Begrüßung würdigte AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch vor knapp 200 Gästen die Geschehnisse vor 25 Jahren: „Mit der kleinen Geste, dass wir unsere Jahrestagung nicht wie gewohnt in Hamburg ausrichten, möchten wir unsere Hochachtung für die friedliche Revolution in der DDR ausdrücken. Unsere Hochachtung für die Menschen, die sich mit persönlichem Mut gegen ein scheinbar übermächtiges Staatssystem auflehnten, damit Mauer und Grenzzäune zu Fall brachten und den Weg zur deutschen Einheit möglich machten.“

Der frisch wiedergewählte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse erläuterte in einem Impulsvortrag seine Sicht von „Wandel durch Handel“: „Dieses von uns gelebte Konzept hat einen Vorgänger. Egon Bahr warb bereits 1963 für einen ‚Wandel durch Annäherung‘, für eine Politik der kleinen Schritte, die 1989 zum Fall der Mauer führte. Ähnlich ist es mit dem Handel. Er gleicht manchmal einem Drahtseilakt und erfordert ein Höchstmaß an Diplomatie. Aber wenn die Verhandlungen erfolgreich waren, Vertrauen geschaffen wurde und es der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit wurde, dann ist Handel weit mehr als ein wirtschaftlicher Akt. Er kann ideologische Mauern einreißen und so Veränderungen im System bewirken.“

Darüber hinaus setzte sich der AGA-Präsident überzeugend für das Transatlantic Trade and Investment Partnership ein: „TTIP ist das Werkzeug, das unsere beiden Wirtschaftsregionen die Standards der Zukunft setzen lässt, unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöht und unseren Wohlstand sichert. Es senkt Verbraucherpreise und schafft Arbeitsplätze. So eine Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen.“

Ministerpräsident Erwin Sellering bedankte sich in seinem Grußwort für das Engagement des AGA in Mecklenburg-Vorpommern: „Unternehmer haben im AGA immer einen starken Partner gehabt, der von Anfang an dabei war. Die Betriebe finden seit 25 Jahren fachkundigen Rat bei Ihnen, Sie helfen weiter und konzentrieren sich auch auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Ein Thema, das in Zukunft immer wichtiger wird.“

Darüber hinaus lobte Ministerpräsident Sellering die Zusammenarbeit im Norden: „Fünf Länder arbeiten politisch zusammen, fünf Länder arbeiten wirtschaftlich zusammen. […] Die Erfahrungen der vergangenen 25 Jahre haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern stark und selbstbewusst gemacht. Das können wir zum Norden beitragen. Wir sind nicht nur Norddeutsche sondern Nord- und Ostdeutsche.“

In einem kurzweiligen Gespräch zwischen Dr. Lothar de Maizière und dem Hauptgeschäftsführer des VUMV, Lothar Wilken, erinnerte der Politiker de Maizière an die friedliche Revolution 1989: „Die Menschen in Ostdeutschland haben sich die Demokratie selbst erarbeitet. Sie haben das System gestürzt, ohne dass Tote an den Laternenpfählen hingen.“ Auf die Gegenwart bezogen, äußerte er die gesellschaftliche Einordnung der Flüchtlings- und Asylpolitik seine Sorgen: „Wir haben keine Kultur des Teilens mehr.“ Ministerpräsident Sellering pflichtete ihm bei: „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Menschen, die bedroht sind, nicht zurückzuschicken.“ Dr. Hans Fabian Kruse unterstützte dies mit der Forderung nach einem qualifizierten Zuwanderungsgesetz.

Abschließend äußerten sich die Diskutanten zum schwierigen Thema Russland. Einigkeit herrschte über den Umgang mit Europas größtem Nachbarn: „Eine Chance auf Frieden haben wir nur mit Russland, nicht gegen Russland. Niemand hat Interesse an einem Russland, das am Boden liegt. […] Russland ist nicht Putin. Russland sind 140 Millionen Menschen. Gerade gehen hier 20 Jahre Arbeit den Bach herunter“, sagte Dr. de Maizière. Der AGA-Präsident warnte davor, dass gerade die gewachsenen Beziehungen zu Russland massiv leiden: „Handel braucht miteinander Reden und ein gutes Einvernehmen. Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Humorvoll schloss Dr. Kruse mit der Perspektive, dass wir auch in 25 Jahren über die Politik klagen werden, die Unternehmen die Herausforderungen dennoch meistern werden.

Beim abschließenden Empfang nutzten die Gäste die Zeit, die Thesen zu 25 Jahren Deutscher Einheit und zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft weiter zu diskutieren.

Der AGA dankt der ALLIANZ Lebensversicherungs-AG, die als Partner des AGA Versorgungswerks die Mitgliederversammlung als Hauptsponsor unterstützt hat.

In einem kurzweiligen Gespräch zwischen Dr. Lothar de Maizière und dem Hauptgeschäftsführer des VUMV, Lothar Wilken, erinnerte der Politiker de Maizière an die friedliche Revolution 1989: „Die Menschen in Ostdeutschland haben sich die Demokratie selbst erarbeitet. Sie haben das System gestürzt, ohne dass Tote an den Laternenpfählen hingen.“ Auf die Gegenwart bezogen, äußerte er die gesellschaftliche Einordnung der Flüchtlings- und Asylpolitik seine Sorgen: „Wir haben keine Kultur des Teilens mehr.“ Ministerpräsident Sellering pflichtete ihm bei: „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Menschen, die bedroht sind, nicht zurückzuschicken.“ Dr. Hans Fabian Kruse unterstützte dies mit der Forderung nach einem qualifizierten Zuwanderungsgesetz.

Abschließend äußerten sich die Diskutanten zum schwierigen Thema Russland. Einigkeit herrschte über den Umgang mit Europas größtem Nachbarn: „Eine Chance auf Frieden haben wir nur mit Russland, nicht gegen Russland. Niemand hat Interesse an einem Russland, das am Boden liegt. […] Russland ist nicht Putin. Russland sind 140 Millionen Menschen. Gerade gehen hier 20 Jahre Arbeit den Bach herunter“, sagte Dr. de Maizière. Der AGA-Präsident warnte davor, dass gerade die gewachsenen Beziehungen zu Russland massiv leiden: „Handel braucht miteinander Reden und ein gutes Einvernehmen. Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Humorvoll schloss Dr. Kruse mit der Perspektive, dass wir auch in 25 Jahren über die Politik klagen werden, die Unternehmen die Herausforderungen dennoch meistern werden.

Beim abschließenden Empfang nutzten die Gäste die Zeit, die Thesen zu 25 Jahren Deutscher Einheit und zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft weiter zu diskutieren.

Der AGA dankt der ALLIANZ Lebensversicherungs-AG, die als Partner des AGA Versorgungswerks die Mitgliederversammlung als Hauptsponsor unterstützt hat.

Ansprechpartner

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Geschäftsführerin

Studien & Digitale Infrastruktur

Tel.: (040) 30 80 1-149

Fax: (040) 30 80 1-107

E-Mail

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Referent Grundsatzfragen

Tel: 040 30 80 1 - 141

Fax: 040 30 80 1 - 107

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