Mitgliederversammlung 2016

V. l.: AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch, Dr. Michael Otto, Ministerpräsident Stephan Weil und AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse

Ministerpräsident Stephan Weil und Dr. Michael Otto zu Gast beim AGA

Die diesjährige Mitgliederversammlung des AGA Unternehmensverbandes im Forum der Otto Group in Hamburg war intensiv auf die Zukunft von Groß- und Außenhandel sowie Dienstleistungen ausgerichtet: Zum Thema „Wirtschaft und Politik im Dialog: Digitale Transformation“ hatte der AGA prominente Redner für die mehr als 300 Gäste eingeladen. Neben dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sprach auch Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group. 
 
AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse unterstrich in seiner Rede die Dimensionen der digitalen Revolution für die Unternehmen: „Die digitale Transformation verändert Beschaffungsprozesse, Absatzwege und Kommunikation. Kurzum: Sie stellt ganze Geschäftsmodelle infrage. Es ist eine Revolution, deren Veränderungen wir als Chance begreifen und annehmen müssen“, sagte Dr. Kruse. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen, um so eine Revolution im Betrieb anzugehen, stimmen: „Die Mehrheit unserer Mitglieder hat in einer Umfrage signalisiert, dass sie optimistisch auf das erste Halbjahr 2016 schaut. Sie erwartet steigende Umsätze und Gewinne. Positiv stimmt mich, dass die Investitionen wieder zunehmen und hier besonders im Bereich der Geschäftsausweitungen.“

Dr. Michael Otto konstatierte: „Das digitale Leben wird immer schneller und mobiler oder lassen Sie mich besser sagen: handlicher.“ Er fügte hinzu: „Als einer der weltweit größten E-Commerce-Händler erleben wir einen dynamischen Wandel mit völlig veränderten Kundenerwartungen. Hoch digitalisierte, extrem schnelle und mit viel Kapital ausgestattete Wettbewerber verstehen es heute oftmals noch besser als wir, Kundenbedürfnisse im digitalen Zeitalter zu bedienen.“

Ministerpräsident Stephan Weil unterstrich die Radikalität, mit der die Digitalisierung die norddeutsche Wirtschaft umkrempelt: „Es wird häufig über Industrie 4.0 gesprochen. Tatsächlich kann man aber von Wirtschaft 4.0 sprechen. Buchstäblich alle wirtschaftlichen Vorgänge und Prozesse werden digital durchdrungen werden.“

Es müsse dafür aber einen verlässlichen Rahmen für die kleinen und mittleren Unternehmen geben, sagte der Ministerpräsident vor rund 300 Gästen. Den Unternehmen müssten Möglichkeiten zum Austausch mit Wissenschaft und in Netzwerken gegeben werden, um Erfahrungen zu sammeln: "Wir brauchen eine neue Beratungsstruktur zur Wirtschaftsförderung in dieser Hinsicht."

Der AGA-Präsident wies noch auf eine weitere Herausforderung hin. Die Unternehmen der Wirtschaftsstufe hätten die Wichtigkeit der digitalen Transformation erkannt und würden danach handeln: „Doch die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen hinken hinterher. Eindrucksvollstes Beispiel dafür ist die Netzinfrastruktur. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist es von elementarer Bedeutung, dass sie mit einem schnellen Datenanschluss versorgt sind“, mahnte Dr. Kruse an, denn: „Die durchschnittliche Nachfrage nach Datenübertragungskapazität wird im Jahr 2020 bereits bei 200 Mbit pro Sekunde liegen. Ohne ein flächendeckendes Glasfasernetz sind die geforderten Internetbandbreiten für Unternehmen nicht zu erzielen. Schnelles, entschlossenes Handeln ist also gefragt.“

"Ich fürchte, Deutschland hinkt bei der digitalen Infrastruktur tatsächlich hinterher. Dabei ist diese von keiner geringeren Bedeutung als die Verkehrsinfrastruktur", antwortete der Niedersächsische Ministerpräsident direkt. Immer mehr Unternehmen würden ihren Standort daran messen, ob sie mit dem Rest der Welt digital kommunizieren können. Er betonte aber auch, dass die Investitionen in digitale Strukturen in den Unternehmen selbst mutiger vorangebracht werden sollten.

In seiner Rede erinnerte AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch an die vielen Neujahrsansprachen der vergangenen Wochen: „Die vielfältigen Ansprachen, Rückblicke und Ausblicke waren geprägt durch Realismus und daher nicht immer etwas für schwache Gemüter: Krisen in Europa und der Welt, Kriege, Terroranschläge, Flüchtlingsdramen, die Schandtaten in der Silvesternacht, die Sorgen um Sicherheit und sozialen Frieden in unserem Land. Überall wurde bei den Neujahrsansprachen aber auch deutlich gemacht, wie gut es uns mehrheitlich in Deutschland und in der Europäischen Union geht und wo Gründe für Freude und Optimismus liegen.“

Den abschließenden Empfang nutzten die Gäste zu Gesprächen und einem Erfahrungsaustausch über die zukünftigen Aufgaben der digitalen Transformation.

Der AGA dankt der Allianz Lebensversicherungs-AG, die als Partner des AGA Versorgungswerks die Mitgliederversammlung als Hauptsponsor unterstützt hat.

Ansprechpartner

Julie Christiani

Geschäftsführerin

Studien & Digitale Infrastruktur

Tel.: (040) 30 80 1-149

Fax: (040) 30 80 1-107

E-Mail

Frederik Scherler

Referent Grundsatzfragen

Tel: 040 30 80 1 - 141

Fax: 040 30 80 1 - 107

Email

 

 

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