Neujahrs-Empfang von UVNord im Hotel Atlantic

Mehr als 600 Gäste aus allen Berei­chen des öffentlichen Lebens waren am 9. Januar 2018 der Einladung von UVNord zum traditionellen Neujahrsempfang ins Hotel Atlantic gefolgt. Hauptredner der Veranstaltung waren in Vertretung des Ersten Bürgermeisters die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther, die zu den Entwicklungsperspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft für das Jahr 2018 sprachen.

 

UVNord-Präsident Uli Wachholtz ging mit deutlichen Worten auf die derzeitige politische Situation und die wirtschaftlichen Aussichten ein: „Der UVNord-Neujahrsempfang fällt in ein herausforderndes neues Jahr – selten war an einem Jahresanfang so eindeutig zu erkennen, wie groß die Herausforderungen im vor uns liegenden Jahr sind. Die Welt um uns herum dreht sich gefühlt deutlich schneller, sie ist kurzatmiger und weniger kalkulierbar geworden. Auf der Weltbühne machen die Großmächte USA, China und Russland Dampf, vor allem in wirtschaftlichen und nun auch in steuerlichen Fragen, also auf Themenfeldern, die auch für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung sind.“

 

Mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin machte Wachholtz deutlich, dass die geschäftsführende Bundeskanzlerin zu Recht feststellt hat, dass die Welt nicht auf Deutschland wartet und Eile geboten sei bei der Bildung einer demokratisch legitimierten Regierung. Seit der Bundestagswahl am 24. September des vergangenen Jahres sind mehr als 15 Wochen wertvolle Zeit vergangen. Der UVNord-Präsident aber zweifelt, ob die Neuauflage einer Großen Koalition wirklich tröstet: „Ich kann nur eindringlich davor warnen, dass wir erneut eine Legislaturperiode des Verwaltens, des Umverteilens und des Schenkens vermeintlicher Wohltaten bekommen, wie wir sie in der Vergangenheit beispielsweise mit der abschlagsfreien Rente mit 63 erhalten haben. Bestes, oder sagen wir lieber schlechtes Beispiel für das, was möglicher­weise an teureren Wohltaten auf uns zukommt, ist der geplante Umbau der gesetzlichen Krankenversicherung zur Bürgerversicherung.“

 

Ministerpräsident Daniel Günther kritisierte in seiner Rede das Scheitern der Jamaika-Sondierungen: „Das ist kein Ruhmesblatt gewesen. Wir leben nicht mehr in Zeiten absoluter Mehrheiten, wir müssen Kompromisse schließen.“ Die Sondierer hätten durchaus nach Kiel blicken dürfen, wo Günther nach der Landtagswahl eine Koalition zwischen CDU, FDP und Grünen schmieden konnte. „Man muss auf die Stärken der einzelnen Partner vertrauen und nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner im Blick haben. Nun müssten sich alle Beteiligten in Berlin zusammenreißen. Deutschland hat eine handlungsfähige Regierung verdient.“ Günther warnte davor, sich zu lange auf der derzeit guten wirtschaftlichen Lage auszuruhen.


Auch Katharina Fegebank bedauerte, dass es mit Jamaika nicht geklappt hat. In den Sondierungen seien verlässliche Rahmenbedingungen und Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Landes gestellt worden. Die beabsichtigte Förderung von Existenzgründungen hob Fegebank besonders hervor. „Hoffentlich schreiben die Sondierer da von Jamaika ab“, sagte die Senatorin. Sie nutzte die Vertretung des Bürgermeisters, der zu Gesprächen über eine mögliche Große Koalition in Berlin weilte, um für ein engeres Bündnis von Wissenschaft und Wirtschaft zu werben. „Wir müssen Forschung und Industrie besser verzahnen“, so Fegebank. 

 

Ansprechpartner

Martin Schnitker

Pressesprecher

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