Suderburger Logistikforum: Fachkräftesicherung durch Employer Branding

Neue Herausforderungen in der Logistik standen im Mittelpunkt des 4. Logistikforums am 25. Januar 2018 an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) in Suderburg/Landkreis Uelzen. Vor rund 80 Teilnehmern, darunter Logistikverantwortliche, Mitarbeiter der Logistik, Studierende, Professoren und Multiplikatoren, referierten unter anderem Dr. Peter Bielert, Geschäftsführer Fa. Reyher Nachf. GmbH, über die Bedeutung von Intralogistik zur Versorgungssicherheit mit Verbindungselementen und Befestigungstechnik, Werner Gliem, Clustermanager und Sprecher der Geschäftsführung Logistik-Initiative Hamburg, über "SMILE - Die letzte Meile agil neu entdecken" sowie Berit Schmitz, Bereichsleiterin Unternehmensentwicklung Flughafen Hannover-Langenhagen e.V., über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Flughafen Hannover. Die Tagung wurde konzipiert und moderiert von Prof. Dr. Kirsten Wegner von der Ostfalia HaW, Professur für Logistikprozesse.

AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch sprach über das Thema "Employer Branding. Ein Weg zur Fachkräftesicherung in der Logistik". In seinem Vortrag ging Tschirch auf wirtschaftliche Kennzahlen aus der Logistikbranche in Niedersachsen und Hamburg sowie auf das AGA-Siegel "Anerkannt Gute Arbeitgeber" ein.

Dabei verwies Tschirch auf die aktuelle AGA-Erhebung Dienstleister im Norden (DiNo), wonach der Umsatz in der norddeutschen Logistikbranche 2017 um 7,6 Prozent gestiegen ist. Für das laufende Jahr rechnen die Unternehmen mit einem weiteren Umsatzanstieg und Gewinnplus. Anders sehe es bei der Beschäftigungssituation aus. Diese habe sich in der niedersächsischen Logistikbranche deutlich positiver entwickelt als in Hamburg. In beiden Ländern dauere es mehr als drei Monate bis eine offene Stelle besetzt werden könne. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass es der Logistikbranche wirtschaftlich gut geht. Aber sprechen wir mit unseren Unternehmen über die Beschäftigungssituation, so zeichnet sich ein anderes Bild: Wir wollen weiter, aber wir bekommen die Mannschaft einfach nicht zusammen", sagte Tschirch.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel habe der AGA bereits vor drei Jahren das Siegel "Anerkannt Gute Arbeitgeber" ins Leben gerufen. Am Beispiel eines Logistikunternehmens aus Niedersachsen ging Tschirch auf den Ablauf des Siegelungsprozesses ein und stellte den Mehrwert von Employer Branding heraus: "Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Arbeitgeberqualitäten hervorzuheben und sich vor aktuellen und potenziellen Mitarbeitern als guter Arbeitgeber zu präsentieren", betonte Tschirch. Im gesamten Prozess komme es für den AGA darauf an, stets dicht an den Unternehmen zu sein, Zahlen und Fakten aktuell zu halten und ein konkretes Feedback zu geben. "Dieses Gütesiegel kann für weitere Firmen aus der Logistik ein geeigneter Weg sein, gute Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden."

Ansprechpartner

Carolin Stehr

Referentin Grundsatzfragen und Studien

Tel.: 040 30801-154

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