Modernisierte Ausbildung im Groß- und Außenhandel

Ausbildung im Groß- und Außenhandel wird noch attraktiver Kaufmann/Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement

Die Digitalisierung und die wachsende Bedeutung des E-Commerce verändern die Arbeitsabläufe im Groß- und Außenhandel und die Anforderungen an die Arbeitswelt. Von den Fachkräften werden neue Kompetenzen gefordert. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, wurde 2018 das Neuordnungsverfahren des Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel eingeleitet.

Das ist der aktuelle Stand des Verfahrens

Die Arbeit der Sachverständigen und der Rahmenlehrplankommission ist abgeschlossen. Am 8. November 2019 wurden die Vorlagen der modernisierten Ausbildungsordnung in der gemeinsamen Sitzung der Sachverständigen des Bundes und der Länder abgesegnet. Mitte Dezember befassen sich die zuständigen Gremien des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB) und der Bund-Länder-Koordinierungsausschuss mit dem Verordnungsentwurf. Mit dem Erlass und der Veröffentlichung ist dann Anfang Januar 2020 zu rechnen. Die neue Verordnung tritt zum 1. August 2020 in Kraft. Alle Auszubildenden, die Ihre Ausbildung zum 1. August 2020 oder später beginnen, werden nach der neuen Verordnung ausgebildet.

Das sind die geplanten Neuerungen 

  • Die Berufsbezeichnung: Durch die neue Berufsbezeichnung Kaufmann/Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement wird das prozessorientiere Berufsprofil und die stärkere Bedeutung von Projektarbeit zum Ausdruck gebracht. 
  • Der Ausbildungsrahmenplan: Digitale Geschäftsprozesse und Projektarbeit sind wichtiger neuer Bestandteil des Berufsbilds. Die Ausbildung orientiert sich zukünftig stärker am Geschäftsprozess Einkauf -Lager - Distribution.  
  • Die Prüfungsform: Die Prüfungsform wurde geändert. Zukünftig werden die Prüfungen in Form der gestreckten Abschlussprüfung abgenommen. Daher ist es für Ausbildungsbetriebe wichtig, die zeitliche und sachliche Gliederung des Ausbildungsrahmenplans einzuhalten. 

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Hier bekommen Sie Antworten auf die häufigsten Fragen:

Die neue Verordnung betrifft alle Ausbildungsverträge, die zum 1. August 2020 (oder mit einem dahinterliegenden Starttermin) geschlossen werden. Ausbildungsverträge, die bereits vor dem Erlass der neuen Verordnung abgeschlossen wurden, werden nach dem Erlass der neuen Verordnung umgeschrieben. Auszubildende, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2020 aufgenommen haben, werden weiterhin nach der alten Verordnung ausgebildet.

Nein, die neue Berufsbezeichnung können Sie erst nach dem Erlass der Verordnung verwenden. Wenn Sie aktuell Ausbildungsplätze ausschreiben, muss weiterhin die Berufsbezeichnung Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel verwendet werden.

Der Ausbildungsrahmenplan und der Rahmenlehrplan werden nach dem Erlass der neuen Verordnung veröffentlicht. Der Erlass ist Anfang Januar 2020 geplant.

Nein, jeder Betrieb soll weiterhin ausbilden. Bei der Definition der Berufsbildpositionen und der Lernziele wurde sorgfältig drauf geachtet, dass die zu erwerbenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen möglichst zukunftsorientiert ausgerichtet sind, aber weiterhin von jedem Betrieb vermittelbar bleiben.

Kontakt

Annang
Isabel Annang
Referentin Aus- und Weiterbildung
Tel.: 040 30801-239
Tschirch
Volker Tschirch
Hauptgeschäftsführer
Tel.: 040 30801-155