Ausbildungspreis 2017

Lernen Sie die Preisträgerinnen und Preisträger aus 2017 kennen.

Azubi des Nordens 2017

AGA Unternehmensverband verleiht Auszeichnung Azubi des Nordens in Bremen

Der AGA Unternehmensverband und das INW - Bildungswerk Nord haben heute im GOP-Varieté-Theater in Bremen die Auszeichnung Azubi des Nordens an insgesamt drei Jungkaufleute aus den Branchen Großhandel, Außenhandel und Dienstleistung in einer feierlichen Gala verliehen. Zusätzlich wurden zehn Landessieger aus den fünf Küstenländern geehrt und ein Förderpreis vergeben. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Dr. Carsten Sieling, Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Cornel Wisskirchen, Sprecher der Geschäftsleitung Hamburg Deutsche Bank AG, und Helmut Münnich, Vorsitzender des INW-Bildungswerks Nord und der Senator Ing. Albert Brickwedde Stiftung.

"Durch die herausragenden Leistungen und das Engagement, das die Preisträgerinnen und Preisträger in den Ausbildungen gezeigt haben, sind sie auch Vorbilder für die kommenden Azubi-Jahrgänge", sagte Bürgermeister Dr. Sieling. In seiner Rede hob der Bürgermeister ebenfalls die Bedeutung der Dualen Ausbildung hervor: "Das duale Ausbildungssystem leistet einen großen Beitrag für Wohlstand und Wirtschaftswachstum sowie den sozialen Zusammenhalt in unserem Land."

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, bekräftigte: "Damit Deutschland auch künftig wirtschaftlich erfolgreich bleiben kann, ist berufliche Bildung unabdingbar. Der Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften aus dem Inland wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Daneben ist in einer zunehmend digitalisierten und sich wandelnden Arbeitswelt, in der die qualifikatorischen Anforderungen tendenziell wachsen, auch eine kontinuierliche Weiterbildung ein wesentlicher Schlüssel zu einem langfristig erfolgreichen Berufsleben. Nicht zuletzt gilt: Eine gute berufliche Bildung ist und bleibt der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit."

In seiner Begrüßung forderte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: "Es ist an Zeit, unsere Anstrengungen in Bildung zu erhöhen. Durch gezielte Investitionen muss die kommende Regierung die bildungspolitischen Bemühungen der Länder flankieren. Wir benötigen mehr Lehrerinnen und Lehrer, besser ausgerüstete Schulen und Rahmenbedingungen, die nicht den universitären Abschluss als den einzig wahren anbietet, sondern auch die berufliche Ausbildung gleichberechtigt unterstützt. Deshalb muss die berufliche Bildung einem Universitätsabschluss gleichgesetzt werden. Wenn die unterschiedlichen Ausbildungsformen erst einmal gleichgestellt sind, dann werden sich automatisch mehr junge Menschen für eine Duale Ausbildung entscheiden."

Höhepunkt der Veranstaltung war das Gruppenbild von allen 14 Preisträgern, die den Applaus der rund 200 Gäste genossen. Abgerundet wurde die Gala durch Auftritte zweier Künstler aus dem Programm des GOP Varieté-Theaters.

Seit mehr als 16 Jahren vergeben AGA und INW ihren Ausbildungspreis im Norden. Die Auszeichnung ist mit 500 Euro und einem Bildungsgutschein dotiert. Die Azubis des Nordens - also die Besten der Besten - erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Wettbewerb sind ein gutes Gesamtergebnis in der Prüfung der Industrie- und Handelskammer und eine sehr gute Benotung des praktischen und mündlichen Prüfungsteils. Eine Jury aus Ausbildungsexperten wählt aus den Bewerbungen die besten Auszubildenden aus.

Zudem wird seit einigen Jahren auch ein Förderpreis verliehen. Er geht an junge Menschen, die besondere Herausforderungen während ihrer Ausbildung bewältigt, herausragendes gesellschaftliches Engagement gezeigt oder Zusatzqualifikationen erworben haben. In diesem Jahr wird erneut der Förderpreis von der Senator Ing. Albert Brickwedde Stiftung, Osnabrück, vergeben. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und soll eine Investition in zusätzliche Aus- und Weiterbildung ermöglichen.

Der besondere Dank von AGA und INW gelten der Deutschen Bank AG und der Senator Ing. Albert Brickwedde Stiftung für die Unterstützung des Ausbildungspreises.

Azubis des Nordens 2017

Auf das Berufsbild der Kauffrau im Groß- und Außenhandel wurde Jessica Morais-Duarte durch eine Freundin aufmerksam, die von ihrer kürzlich begonnenen Ausbildung nur Positives zu berichten hatte. Dass dieser Beruf auch ihre eigenen Ansprüche und Wünsche erfüllen würde, einer abwechslungsreichen Tätigkeit nachzugehen und anspruchsvolle Aufgaben zu meistern, konnte sich Jessica Morais-Duarte gut vorstellen. Zumal sie sich schon immer für Unternehmensprozesse und die Anwendung von Fremdsprachen interessiert hat. 

Während ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildung bei der Gebr. Westhoff GmbH & Co. KG ist die junge Frau dann über sich hinausgewachsen: „Ich bin ein Stück erwachsener geworden. Ich habe gemerkt, dass ich zielorientierter denke und mir mehr Gedanken in Hinblick auf meine berufliche Zukunft mache. Der Ausdruck ‚Prioritäten setzen‘ ist mir nun viel bewusster geworden. Insgesamt haben sich meine sozialen und fachlichen Kompetenzen ausgebaut.“Besonders gefreut hat die Auszubildende, dass ihr so viel Vertrauen seitens des Unternehmens entgegengebracht wurde. So war sie im letzten Jahr verantwortlich für die Durchführung des ‚Girls- und Boys-Day‘, den sie selbstständig organisieren durfte: „Es war toll zu sehen, wie gut die Kinder mitmachten und wieviel Spaß sie an dem Tag hatten. Das Lob meiner Kollegen hat den Tag abgerundet.“ Zu dieser Erfahrung ermutigt sie auch andere Auszubildende: „Bleibt am Ball, zeigt Eigeninitiative und bringt euch ein. Ergreift jede Chance, Verantwortung zu zeigen und startet eigene, kleine Projekte. Davon profitiert nicht nur das Unternehmen, sondern auch Ihr.“Wichtig sei es dabei, sich selbst immer treu zu bleiben.

Stolz ist Jessica Morais-Duarte vor allem darauf, dass sie mit Fleiß und Ehrgeiz den Abschluss erlangen konnte, den sie sich selbst fest als Ziel gesetzt hatte. Und dabei hatte sie noch mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Diese Zielstrebigkeit beeindruckte auch ihren Ausbildungsbetrieb: „Frau Morais-Duarte hatte nach sehr langer Krankheit nur wenige Tage Zeit, sich auf ihre schriftliche IHK-Prüfung vorzubereiten. Wir als Unternehmen hatten ihr ernsthaft angeboten, die Prüfung ein halbes Jahr später anzutreten.

Von ihrem Ehrgeiz und Durchhaltevermögen waren wir sehr überrascht. Zutiefst bewundernd haben wir uns dann mit Frau Morais-Duarte über ihr erfolgreiches Gesamtergebnis gefreut.“Für die Zukunft hat sich die motivierte Kauffrau ebenfalls viel vorgenommen: „‘Zufriedenheit‘ definiert ganz gut mein Hauptziel. Dazu gehört auch, dass ich ständig wachse, sowohl beruflich als auch privat. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.“

Zum Unternehmen:Die Gebr. Westhoff GmbH & Co. KG ist ein traditionsreiches, mittelständisches Familienunternehmen der Röstkaffeebranche und beliefert exklusiv die gehobene Gastronomie/Hotellerie mit hochwertigen Röstkaffeeprodukten, Tee und Trinkschokolade. Das Unternehmen mit Sitz in Bremen und Berlin beschäftigt rund 200 Mitarbeiter.

Logistische Prozesse und stetiger Kundenkontakt. Das ist die Welt von Robert Hahn. Als Auszubildender bei der MEGA eG kann er seine Träume verwirklichen. „Ich habe mich für die Ausbildung zum Fachlageristen entschieden, weil ich gern vollen Körpereinsatz bei der Arbeit bringe und großes Interesse an logistischen Prozessen habe“, berichte der 25-jährige Hamburger. Nach dem Abbruch der Realschule war die Ausbildung als MEGAzubi für Robert ein Glücksfall. „Ich bin jetzt viel offener im Umgang mit Menschen als zuvor. Ich bin selbstständiger geworden und mir macht auch Schule und Lernen wieder Spaß.“ Dieser Feststellung schließt sich auch sein Ausbildungsunternehmen uneingeschränkt an. „Er hat förmlich einen Sprung von einem zurückhaltenden „Jugendlichen“ zu einem selbstständigen und selbstbewussten jungen Mann vollzogen“, berichtet seine Ausbilderin Katrin von der Born von der MEGA Gruppe.Auch in seiner Freizeit bleibt Robert seinem Betrieb stets verbunden. „Bei der Durchführung von sozialen Projekten, wie zum Beispiel der Renovierung eines Gemeindehauses für sozial benachteiligte Menschen, war Herr Hahn auch in seiner Freizeit mit Fleiß und Freude für betriebliche Sonderprojekte dabei“, lobt die Ausbilderin. Für junge Azubis hat Robert eine wichtige Botschaft. „Seid nicht zu schüchtern und fragt, wenn ihr im Betrieb oder in der Berufsschule etwas nicht wisst!“ Auch für die eigene Zukunft hat Robert klare Ziele. „Das Preisgeld möchte ich als Startkapital für den Logistikmeister nehmen, den ich unbedingt nach der Ausbildung angehen möchte.“ 

Zum Unternehmen: Die MEGA Gruppe ist der unabhängige Systemanbieter im deutschen Zukunftsmarkt für Sanierung, Renovierung und Modernisierung. 1901 in Hamburg von Handwerkern gegründet, kann die MEGA eG auf über 110 Jahre genossenschaftliche Tradition zurückblicken. Heute gehört das Unternehmen rund 5.600 selbstständigen Maler-, Stuckateur- und Bodenlegermeistern und ist das größte unabhängige Handelshaus der Branche. An mittlerweile über 110 Standorten der MEGA Gruppe setzen sich rund 1.600 Mitarbeiter jeden Tag für das Handwerk und mithin rund 50.000 Kunden ein. Das Vollsortiment für das Fachhandwerk umfasst Farben und Putze, Boden- und Wandbeläge, Wärmedämmsysteme, Trockenbaustoffe, Bautechnik, Maschinen und Werkzeuge sowie Bank- und Versicherungsdienstleistungen der eigenen MKB Mittelstandskreditbank AG. Das Umsatzvolumen der MEGA Gruppe inklusive Kapitalbeteiligungen beträgt über 380 Millionen Euro.

Ariel Salm kam aus familiären Gründen nach Hamburg – und blieb. Nach einem Studium in Germanistik, das er in Polen –seinem Heimatland –absolvierte, wollte Ariel mit 28 Jahren in Hamburg beruflich nochmal neu durchstarten. Er entschied sich für eine Ausbildung zum Kaufmann im Großhandel bei der OKTAN Mineraloel-Vertrieb GmbH.Er selbst bezeichnet diesen Schritt als „die Chance seines Lebens“. In nur eineinhalb Jahren hat Ariel Salm seine Ausbildung mit ausgezeichneten Ergebnissen abgeschlossen – trotz aller sprachlichen Hürden. „Die ersten Schritte in der für mich neuen, kaufmännischen Welt waren alles andere als einfach. Trotz meines Germanistikstudiums habe ich die Sprachbarriere deutlich zu spüren bekommen. Preisangaben, Auftragsbestätigungen und tägliche Kundengespräche waren für mich die große Herausforderung.“ Aufgrund seines Arbeitsstils, der sich durch hohes Engagement und Ehrgeiz auszeichnet, konnte Ariel Salm auch sein Ausbildungsunternehmen von sich überzeugen. „Durch den erfolgreichen und vor allem sehr guten Abschluss ermöglichte Herr Salm sich die Erfüllung seines Traums – allen Widrigkeiten zum Trotz. Nun ist er ein vollwertiges Mitglied unseres Unternehmens und arbeitet mit sehr gutem Erfolg in der Marketing-Abteilung.“, sagt Marlene Pakull (Geschäftsleitung). 

Und was sagt Ariel Salm selbst über seine Ausbildung: „Ich habe mich weiterentwickelt, an Selbstsicherheit gewonnen und Struktur in mein Leben bekommen. Ich habe gelernt mit Geduld und Planung, Herausforderungen zu überwinden. Ich bin mir jetzt im Klaren, was meine Schwächen und Stärken sind. Man könnte sagen, ich wurde zum Ariel 2.0, wobei mir auch bewusst geworden ist, dass ich nicht am Ende meiner Reise angekommen bin und noch viel mehr erreichen möchte.“ Nach der Übernahme in die Marketingabteilung der Tochtergesellschaft TBG Tankstellen-Beteiligungsgesellschaft mbH möchte er im nächsten Jahr einen Fachwirtkurs im Bereich Marketing absolvieren. Und wenn es nach Ariel geht, leitet er irgendwann die Abteilung.

Über das Unternehmen: Die OKTAN Mineraloel-Vertrieb GmbH mit Sitz in Hamburg ist eines der führenden deutschen Mineralölhandelshäuser. Ihre Unabhängigkeit und ihre Marktpräsenz als großer Einkäufer versetzen sie in die Lage, ihre Kunden in ganz Deutschland flexibel, zu optimalen Konditionen mit Kraftstoffen und Heizöl zu versorgen. Mit ihren leistungsstarken Tochtergesellschaften und Beteiligungen bildet sie eine dynamisch wachsende Unternehmensgruppe, die die gesamte Palette des Mineralölgeschäfts abdeckt. Das Heizöl- und Dieselgeschäft ist ein wichtiges Standbein des Unternehmens. Neben dem Betrieb eigener Tankstellen bietet sie freien Tankstellen, im Rahmen ihres Partnerschaftsprogramms, umfassende Dienstleistungen an. Die stetige Warenzufuhr von Kraft- und Brennstoffen wird durch die Importgeschäfte ihrer Tochtergesellschaft Weko Petrol GmbH sichergestellt.

Förderpreis der Senator Ing. Albert Brickwedde Stiftung

Niemals aufgeben, immer an sich glauben und ein gutes Vorbild sein. Dieser Devise ist Stefanie Herz stets gefolgt. Aufgrund ihrer chronischen Krankheit war es für Stefanie nicht leicht, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Das Jobcenter hat mich arbeitsunfähig geschrieben und ich musste regelrecht um das Privileg ´Arbeit` kämpfen“, berichtet die alleinerziehende Mutter eines 14-jährigen Sohnes. Als Stefanie eine Ausbildung bei einer Firma für Dienstleistungen im Bereich Korrosionsschutz begann währte die Freude nur kurz.

Ihr erster Arbeitgeber musste Insolvenz anmelden. „Zuerst war es ein schwerer Schlag für mich. Dank jeder Menge Eigeninitiative und der Hilfe meiner Klassenkameraden bekam ich glücklicherweise die Chance, meine Ausbildung bei der Kraeft GmbH fortzuführen“, erzählt die junge Frau. Die Ausbildung sah Stefanie als eine Chance für eine bessere und schönere Zukunft für sich und ihren Sohn an. Dadurch setzte sie sich selbst zunehmend unter Druck. „Ich dachte immer, wenn meine Noten und Leistungen nicht super sind, werde ich mich aufgrund meiner persönlichen Situation im Berufsleben gegen Mitbewerber nicht durchsetzen können.“

Doch die Kraeft GmbH nahm ihr diese Angst. „Frau Herz identifizierte sich vom ersten Ausbildungstag an mit uns und überraschte durch Ihre hohe Eigeninitiative, die weit über die einer Auszubildenden ging. Wir sind sehr stolz auf sie!“, sagt ihre Ausbilderin Manuela Kröcher. Auch Stefanie ist der Kraeft GmbH dankbar. „Gute Leistungen sind schön, aber diese in einem Betrieb bringen zu können, wo man wertgeschätzt wird und glücklich seiner Arbeit nachgehen kann, ist unbezahlbar. Wir alle wissen, wie schwer es ist, das Passende für sein Leben zu finden. Ich habe es mit meiner Ausbildung zumindest beruflich geschafft“, schwärmt Stefanie. 

Den Förderpreis sieht sie nicht als ihre eigene Auszeichnung an, sondern widmet den Preis ihrem beruflichen und privaten Umfeld. „Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Ausbildungspreis auch meinem Betrieb etwas zurückgeben kann“, betont Stefanie. „Es liegt mir besonders am Herzen, dass ich mit dem Preis meinem Sohn zeigen kann, dass es sich lohnt, für seine Ziele, seine Träume und seine Zukunft zu kämpfen.“ Stefanie, Du kannst sehr stolz auf dich sein!

Zum Unternehmen: Innerhalb des HYDAC-Firmenverbundes fertigt die Kraeft GmbH in Bremerhaven als Kompetenzzentrum elektrohydraulische Produkte für die Bereiche Stahlwasserbau und Schiffstechnik. Die 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten den Kunden sogenannte „Turn-Key“ Lösungen an. Von der Projektierung über die Konstruktion, eigenem Aggregatebau sowie Zylindern und Verrohrungsarbeiten bis zur kompletten Installation und Inbetriebnahme erstellt die Kraeft GmbH hydraulische Antriebssysteme, vorwiegend für Schleusen, Sperrwerke, Klappbrücken und Fähranleger.

Preisträgerinnen und Preisträger aus Bremen

Schon als Kind wusste Andreas Durejew, dass er gerne handelt und mit Menschen in Kontakt tritt. Damals beschränkte sich sein Engagement noch auf das Organisieren von Flohmärkten und den Verkauf von Waren an seine Eltern. Heute kann er seiner Leidenschaft in seiner Ausbildung als Kaufmann im Großhandel nachgehen. Nach dem Besuch des Fachs „Betriebs- und Volkswirtschaftslehre“ entfachte seine Leidenschaft für kaufmännische Themen. „Seitdem brennt in mir die Flamme für den Handel und da sich im Großhandel in meinen Augen am meisten dreht, habe ich mich für den Beruf entschieden“. 

Nach einem Ausflug an die Uni, entschied er sich dann auf die praktische Seite zu wechseln und begann eine Ausbildung bei der METRO Cash & Carry Deutschland GmbH. Nach dem Durchlauf verschiedenster Abteilungen, erhielt Andreas drei Monate vor Ablauf seiner Ausbildung die Möglichkeit, den Bereich der Tiefkühlkostabteilung nach einer kurzen Einweisung selbständig zu verwalten. „Dazu zählen Ordnung im Lager, Warendisposition und Warenpräsenz im Markt. Es war schön, das Vertrauen für so eine große Warengruppe zu erhalten und die Möglichkeit diese eigenständig zu verwalten.“ An dem Beruf Kaufmann im Großhandel begeistern Andreas vor allem der Umsatz der enormen Warenmenge, die Produktvielfalt und die Nähe zum Kunden. Daneben darf der Spaß natürlich nicht fehlen, und so wurden schnell aus „Mitstreitern“ neue Freunde.

Mit seinem empathischen Umgang mit Kunden und der Fähigkeit schnell mit neuen Menschen in Kontakt zu treten überzeugte er auch sein Ausbildungsunternehmen. „Es ist für junge Menschen nicht immer selbstverständlich für andere was Gutes zu tun ohne was dafür zu bekommen. Aber Andreas hat sich immer um unsere Kunden gekümmert und versucht diese perfekt zu bedienen, auch wenn es bedeutet in der privaten Zeit zum Kunden zu fahren und ihm Ware zu bringen. Er hat sich in seiner privaten Zeit mit den Auszubildenden der unteren Jahre zusammengesetzt und ihnen bei schulischen Problemen geholfen. Jetzt als Mitarbeiter ist er stellvertretend für die Auszubildenden verantwortlich“, sagt Viktor Rohr, Abteilungsleiter der Fleischabteilung. Andreas hat mit seiner Wahl alles richtiggemacht: „Ich habe nicht nur einen Beruf erlernt, sondern habe meine Berufung gefunden.“

Zum Unternehmen: Die METRO Cash & Carry Deutschland GmbH ist ein Großhandelsunternehmen, welches sich auf die Gastronomie spezialisiert hat und dieses täglich mit allen Mitarbeitern verbessert. Insgesamt sind für die Metro Group 117.225 Mitarbeiter weltweit (2014) im Einsatz. An 105 Standorten sind die Cash & Carry Märkte in Deutschland zu finden. Zudem zählt die METRO Cash & Carry Gruppe 759 Selbstbedienungsgroßmärkten in 25 Ländern.

Eigentlich war alles anders geplant: Ein studienvorbereitendes Praktikum sollte den Weg von Leander Kortjohann für die Studiengänge Tourismusmanagement oder Freizeitwissenschaften ebnen – doch dann entschied er sich noch während des Praktikums bei der Erlebnis Bremerhaven GmbH für eine Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit: „Es war mir wichtiger, zunächst in der Branche Fuß zu fassen und erste Praxiserfahrungen zu sammeln.“ 

Von seinem ursprünglichen Plan abzuweichen und die Entscheidung für eine Ausbildung zu treffen hat Leander Kortjohann nicht bereut: „Ich bin darauf stolz, dass ich mich statt des Studiums für die Ausbildung entschieden habe, da mir ohne die Ausbildung viele Chancen verwehrt geblieben wären und ich viele Kontakte in der Branche wahrscheinlich nie geknüpft hätte.“

Und sein Wunsch, im Bereich Tourismus zu arbeiten und so jeden Tag Menschen aus aller Welt kennenzulernen, ging in Erfüllung: „Während meiner Ausbildung durfte ich gleich zu mehreren Messen mitfahren und dort das Reiseziel Bremerhaven präsentieren. Da es sich mit der ITB in Berlin, dem RDA in Köln und der Reisen Hamburg sowohl um Fach- als auch Privatbesuchermessen handelt, hätte das Publikum unterschiedlicher nicht sein können.“

Die Begeisterung und das Engagement von Leander Kortjohann werden auch von seinem Ausbildungsbetrieb honoriert: „Herr Kortjohann hat in unserem Unternehmen nicht nur durch seine überdurchschnittlichen Leistungen glänzen können, sondern auch durch seine Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Freude an der Arbeit. Diese Eigenschaften waren der Bremerhaven Touristik besonders bei der SAIL 2015 nützlich. Als Auszubildender im 2. Lehrjahr nahm er Aufgaben wahr, die den Aufgaben der Festangestellten in nichts nachstanden.“

Aber auch persönlich hat Leander Kortjohann im Laufe seiner Ausbildung einiges gelernt. So könne er besser mit Kritik umgehen und weiß in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Das vormals angestrebte Studium ist allerdings nur aufgeschoben, nicht aufgehoben: Nach Beendigung seines Trainee-Jahres möchte Leander Kortjohann im Rahmen eines Austauschprogramms zunächst für ein Jahr ein College in den USA besuchen und dort auch ein Praktikum absolvieren. Die aufgebesserten Englischkenntnisse sollen ihn auf ein anschließendes Studium „Cruise Tourism Management“ in Bremerhaven vorbereiten. Das nicht immer alles nach Plan laufen muss, hat Leander Kortjohann jedoch mittlerweile gelernt: „Eine weitere Option für mich wäre, eine Fortbildung zum Tourismusfachwirt und meinen Ausbilderschein zu machen.“ 

Zum Unternehmen: Die Erlebnis Bremerhaven, Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen mbH ist die zentrale Vermarktungsorganisation der Seestadt Bremerhaven. Ihre Abteilungen für Marketing, Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing decken alle touristischen Bereiche ab. Mit ihrer Schwestergesellschaft, der Stadthalle Bremerhaven GmbH, organisiert und vermarktet sie zahlreiche Indoor- und Open Air-Events – wie zum Beispiel die Sail Bremerhaven. Als Reiseveranstalter entwickelt und vertreibt die Erlebnis Bremerhaven Urlaubsangebote, Souvenirs, Eintritts- und Fahrkarten. Zur Gästebetreuung unterhält sie zwei Tourist-Informationen.

Preisträgerin aus Hamburg

Tammy Marie Csoti hat schon viel von der Welt gesehen. Nach dem Abitur machte sie ein Work & Travel in Australien und während der Ausbildung begleitete sie ihren Chef auf zwei Geschäftsreisen nach Südafrika. 

Ihre Begeisterung für ferne Länder und fremde Kulturen sowie ihre Kontaktfreudigkeit wollte Tammy Marie unbedingt ins Berufsleben mitnehmen. Ein Praktikum bei der OTC Paper GmbH bestärkte sie darin, in dem Unternehmen den Beruf Außenhandelskauffrau zu erlernen. „Der Beruf ist das Richtige für mich, weil ich viel Kontakt zu anderen Menschen habe und meine Englischkenntnisse stetig erweitern kann“, berichtet Tammy Marie.

Von den Erfahrungen während der Ausbildung profitierte Tammy Marie auch abseits ihres Berufes. „Ich habe in der Ausbildung gelernt wie wichtig es ist, sich selbst zu organisieren und Strukturen anzulegen. Das hat mir auch privat geholfen, insbesondere seitdem ich meine eigene Wohnung habe“, sagt die Jungkauffrau.

Ihr Ausbilder ist voll des Lobes. „Wir haben Tammy Marie als selbstständig denkende und verantwortungsvolle sowie immer zuverlässige Kollegin kennen und schätzen gelernt“, berichtet Joachim Denk von der OTC Paper GmbH. „Ein besonderer Moment in der Ausbildung von Tammy Marie Costi waren die Geschäftsreisen nach Südafrika. Bei den vor Ort-Verhandlungen mit den Kunden konnte sie ihre fundierten Kenntnisse einbringen und einige Verträge sogar selbst abschließen.“ Der Lohn: Eine sehr gute Abschlussprüfung und die Übernahme vom Ausbildungsbetrieb.

Der Tipp von Tammy Marie an junge Ausbildungsinteressierte: „Es ist nicht wichtig von Anfang an genau zu wissen, was man in seinem Leben machen möchte. Man sollte sich die Zeit nehmen, sich selber sowie seine Stärken und Schwächen besser kennenzulernen. Wenn man die Ausbildung erst später anfängt, ist es nichts Schlechtes. Es ist viel wichtiger, dass man Spaß an der Sache hat, denn dann ist man oftmals auch besser in dem, was man tut.“ Den Spaß an der Arbeit und ihre Reiselust kann Tammy Marie bei ihrem Arbeitgeber perfekt kombinieren. 

Zum Unternehmen: OTC Paper GmbH exportiert Papier und Karton weltweit, speziell Südostasien, Indischer Subkontinent, Naher Osten und Südafrika. Für seine Kunden organisiert das Unternehmen sämtliche Transporte egal, von wo die Lieferungen erfolgen. Hierzu gehört auch die fachliche Beratung bei den einzusetzenden Qualitäten. Bei besonderen Finanzierungsfragen steht die OTC Paper GmbH hilfreich zur Seite mit kompetenten Lösungsvorschlägen. Firmenstandorte sind Bremen und Hamburg. 

Preisträgerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern

Auf der Karriereleiter stets hoch hinaus geht es für Mareike Günther. Bereits im vergangenen Jahr schloss sie ihre Ausbildung als Verkäuferin bei NETTO ApS & Co. KG. ab und erhielt den AGA-Ausbildungspreisträgerin in der Kategorie Dienstleistung. Der Preis war Ansporn genug für die junge Frau, auch in diesem Jahr wieder eine Ehrung mit nach Hause zu nehmen. „Mich packte der Ehrgeiz und ich wollte auch den Abschluss zur Kauffrau im Einzelhandel machen“, sagt Mareike.

Auf dem Weg zum Abschluss musste Mareike auch Hürden überwinden. „Zu Beginn des 3. Lehrjahres durfte ich bereits den Ausbilderschein erwerben. Das war eine große Herausforderung für mich, da ich schließlich selbst noch in der Ausbildung war. Der Crash-Kurs vor der Prüfung war kein Zuckerschlecken“, gesteht die junge Frau. „Aber letztendlich habe ich es durchgezogen und wurde belohnt.“ Der Arbeitseinstieg als stellvertretende Marktleiterin im Netto-Markt in Malchow war der verdiente Lohn für die Beste der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr.

Macher-Qualitäten hat Mareike schon immer unter Beweis gestellt. Bereits im zweiten Lehrjahr durfte sie als Schichtleiterin arbeiten. In den Gemeinschaftsprojekten „NETTO goes AOK“ und „Demokratie auf Achse“ arbeitete Mareike zudem stets zuverlässig und verantwortlich im Team.

Ihr Erfolgsrezept: „Ich finde es wichtig, dass ich mich mit meiner Arbeit voll und ganz identifizieren kann. Auszubildende sollten lieben was sie tun und sich voll reinhängen. Wenn die Arbeit Spaß macht, ist man motiviert und gibt gern auch 110 Prozent.“

Mareike ist noch lange nicht am Ende der Karriereleiter und geht bereits die nächste Herausforderung an. „Im September habe ich die Aufstiegsqualifikation zur Betriebswirtin angefangen, die ich nach drei Jahren abschließen kann. Ein weiteres Ziel ist es, in einigen Jahren als Bezirksleiterin zu arbeiten.“ Wir sind uns sicher, dass Mareike weiterhin ihren Weg in beeindruckender Weise gehen wird. Viel Erfolg, Mareike!

Zum Unternehmen: Die NETTO ApS & Co. KG wurde als NETTO Tochter des dänischen Unternehmens Dansk Supermarked gegründet. Seit 2013 gehört NETTO zu 100 Prozent der Dansk Supermarked A/S. Das Unternehmen bietet seinen Kunden neben einer umfassenden Grundversorgung innovative Produkte zu Discountpreisen. Als regional verbundenes Unternehmen achtet der Lebensmitteldiscounter auf den regionalen Geschmack und führt viele beliebte Heimatprodukte in seinem Sortiment. Der regionale MehrWerte-Discounter NETTO betreibt mit rund 5.800 Mitarbeiter und 347 Märkte, die sich auf die Regionen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verteilen.

Für Julia spielte der Wunsch nach persönlicher Unabhängigkeit bei der Berufswahl eine große Rolle: „Nach meinem Abitur stand für mich sofort fest, dass ich unbedingt mit beiden Beinen im Leben stehen und eine kaufmännische Ausbildung machen möchte.“, andererseits begeisterte sie aber auch der soziale Aspekt ihres zukünftigen Berufs: „Ich bin auf die Ausbildung gestoßen, da mir die kaufmännische Arbeit und die Kommunikation mit anderen Menschen sehr viel Freude bereitet und mich es sehr glücklich macht, wenn ich anderen Menschen helfen kann.“ 

Neben dem fachlichen Wissen, das man während dieser Zeit vermittelt bekommt, habe die Ausbildung aber auch Einfluss auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung gehabt. Die Ausbildung habe sie stärker und selbstbewusster gemacht, berichtet die Preisträgerin. Bei all den neuen Eindrücken, die einem in der ersten Zeit begegnen, betont Julia daher auch die Unabhängigkeit, die man sich als Azubi immer bewahren sollte: „Meines Erachtens ist es am Wichtigsten, dass man sich nicht von den Eindrücken anderer Azubis beeinflussen lässt. Jeder sollte sich sein einiges Bild über bestimmte Kollegen oder auch Abteilungen machen und somit ohne Vorurteile an die jeweiligen Aufgaben und Personen herantreten.“

Ihr Ausbildungsunternehmen hat sie mit ihrer zielstrebigen und freundlichen Art tief beeindruckt: „Julia hat uns gezeigt, dass sie alle Ziele, die sie vor Augen hat auch erreicht. sie lässt sich von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen, sondern schafft es dadurch neuen Mut und Kraft zu entwickeln. Sie ist ein durchweg positiver Mensch.“, so die Ausbildungsleiterin. „Julia schafft es innerhalb kürzester Zeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen, ist absolut empathisch und kämpft für die Zufriedenheit jedes einzelnen Kunden.“ „Eine so ehrgeizige, zielstrebige und außergewöhnlich engagierte Auszubildende haben wir selten erlebt.“, der Weg zur regionalen Preisträgerin war da nicht mehr weit. 

Und wie geht es jetzt weiter? „Alle Ziele die ich mir bis jetzt gesetzt habe, habe ich erreicht und deswegen bin ich auf alles sehr stolz!“, „Aktuell habe ich das Glück einen 2-Jahres-Vertrag für unsere Verkaufsabteilung erhalten zu haben. Jedoch möchte ich definitiv noch den Wirtschaftsfachwirt in Erwägung ziehen.“

Zum Unternehmen: Die Neubrandenburger Stadtwerke GmbH sind ein kommunaler Servicespezialist für die Ver- und Entsorgung sowie für Dienstleistungen im öffentlichen Raum. Das Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in der Stadt ca. 520 Mitarbeiter. 

Preisträgerinnen aus Niedersachsen

„Ich habe in der Schule schon gerne verschiedene Sprachen gelernt. Als es dann in Richtung Ausbildung ging war mir sofort klar, dass mein zukünftiger Beruf mit verschiedenen Sprachen zu tun haben sollte.“ Damit war die Entscheidung für eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau für Shari Plate gefallen.

Doch von der Bewerbung, über den ersten Arbeitstag bis hin zur abgeschlossenen Ausbildung war es ein weiter Weg. Wie hat alles angefangen? „Ich war extrem aufgeregt, so viele neue Leute kennenzulernen und nicht zu wissen was auf einen zukommt“, berichtet Shari.

Was muss man mitbringen, um diese Zeit erfolgreich zu meistern? Zum einen Durchhaltevermögen: „Vor allem zu Beginn der Ausbildung wird für euch vieles neu sein und ihr werdet nicht immer gleich alles auf Anhieb verstehen. Dann gebt nicht gleich auf, sondern nehmt euch Zeit alles zu verstehen.“, betont Shari. Auch Neugier spielt für den Erfolg in der Ausbildung eine wichtige Rolle: “Wichtig ist, dass ihr immer Fragen stellt, wenn ihr etwas nicht versteht.“

Auch Ihre Begeisterung für fremde Sprachen und Kulturen konnte Sie mit einbringen: Shari absolvierte im Rahmen ihrer Ausbildung einen sechswöchigen Aufenthalt in der Vertriebsgesellschaft Diesel Technic Iberia, S.L. in Spanien. Dort bearbeitete sie einen Projektauftrag, bei dem sie die Anwendung und mögliche Ausweitung des Pick-to-Box-Systems erfasste. Dass ihr der Beruf wirklich Freude bereitet, merkt man auch daran, dass Sie sich im Anschluss bereits zur „Europa Kauffrau (IHK)“ weiterbilden ließ. 

Aber nicht nur das Erlernen fachlicher Inhalte spielt während der Ausbildungszeit eine Rolle, man lernt noch viel mehr. Die Ausbildung erlaubt es den Azubis auch, sich persönlich zu entwickeln. Diese Erfahrung hat auch Shari gemacht: „Ich war zu Beginn der Ausbildung sehr schüchtern. Dadurch, dass ich durch viele Abteilungen rotiert bin und immer wieder neue Leute kennengelernt habe, konnte ich die Schüchternheit schnell ablegen und wurde viel selbstbewusster.“

Diese Entwicklung bestätigen auch ihre Ausbilder: „Frau Plate war eine Auszubildende, wie man sie sich nur wünschen kann: außergewöhnlich verantwortungsbewusst, in hohem Maße zuverlässig, stets höflich und motiviert.“

Zum Unternehmen: Die Diesel Technic AG ist ein international agierendes Unternehmen und bietet dem freien Ersatzteilhandel ein Komplettangebot an Nutzfahrzeug-Ersatzteilen für LKW, Anhänger, Busse und Transporter unter zwei eigenen Produktmarken für unterschiedliche Ansprüche. Das Unternehmen hat in Deutschland circa 480 Mitarbeiter und 650 weitere weltweit.

Von der ausgebildeten Damenmaßschneiderin zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei einem Kfz-Ersatzteilegroßhandel. Für diese auf den ersten Blick ungewohnte Veränderung entschied sich Morena Preuß. „Nach meiner ersten Ausbildung zur Damenmaßschneiderin musste ich feststellen, dass es in der Branche keine großen Zukunftschancen gab. Eine Freundin gab mir den Tipp zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel, weil die Ausbildung vielfältig ist und ich während der Ausbildung den Bereich herausfinden kann, der mir am besten liegt“, begründet Morena ihre Wahl.

Beim Autoteile-Händler Hellmut Springer ist aus der eher schüchternen Morena nach kurzer Zeit eine selbstbewusste junge Dame geworden. „Heute gehe ich offen auf Menschen zu und telefoniere den ganzen Tag“, erzählt die 23-Jährige. „Ich freue mich jedes Mal auf den Arbeitstag in der Verkaufsabteilung, wenn ich Kunden persönlich am Tresen bedienen kann.“

In ihrer Freizeit ist Morena ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. „Bei der Feuerwehr habe ich von Anfang an gelernt, wie wichtig Teamfähigkeit ist. Man muss sich auf andere verlassen können. Diese Fähigkeit habe ich auch im Beruf eingebracht.“

Dass Schneiderei und Kfz-Teile doch zusammenpassen bewies Morena gleich zu Ausbildungsbeginn. „Uns ist besonders in Erinnerung geblieben, dass Frau Preuß hren Aktenordner, den sie alternativ als Berichtsheft nutzte, durch einen selbstgenähten und bedruckten Umschlag verschönerte“, erinnert sich ihr Ausbilder Bernd Krüger. „Sie hat sich in der leicht männerdominierenden Branche sehr gut etabliert und steht in herausfordernden Situationen immer ihren ´Mann`.“

Zum Unternehmen: Die Hellmut Springer GmbH & Co. KG betreibt Großhandel mit Kfz-Ersatzteilen und Industrietechnik sowie Speditions- und logistische Dienstleistungen. An den neun Standorten arbeiten insgesamt 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund um die Niederlassungen werden die Kunden bei Bedarf dreimal täglich mit Ersatzteilen versorgt. Neben dem Bereich Kfz-Teile besteht eine Industrieabteilung. Die hier tätigen Ingenieure und Techniker sind seit vielen Jahren im hydraulischen und pneumatischen Anlagenbau tätig.

Im Berufsleben kann ein Umweg das erhoffte Ziel sein. Diese Aussage kann Anja Schröder nur bestätigen. Nach 14 Semestern Studium hatte sie beschlossen, ihr Studium vorerst ruhen zu lassen und beruflich durchzustarten. Die Entscheidung für eine Ausbildung als IT-Systemkauffrau bei der SIEVERS-GROUP war ein Sprung ins kalte Wasser. „Bevor ich zur SIEVERS-GROUP kam, wusste ich zwar, wie ein Computer funktioniert und wie man in Word eine Hausarbeit schreibt, mehr IT-Wissen besaß ich allerdings nicht“, berichtet die ehemalige Auszubildende, die in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne reist und eine 400 Mann starke Gruppe für Live-Rollenspiele leitet. Ihr Mut und ihr Ehrgeiz wurden schnell belohnt. „Gleich im ersten Jahr durfte ich schon sehr selbstständig arbeiten und mich beweisen. So konnte ich meine ersten eigenen Kundenprojekte schon im zweiten Lehrjahr übernehmen. Das vollständige Betreuen eines Projekts vom Erstgespräch bis zum erfolgreichen Abschluss hat mir ein solches Erfolgsgefühl vermittelt – welches ich im Studium in der Form bislang nicht erlebt hatte –, sodass ich voller Elan über meine eigenen Grenzen hinausgegangen bin. Lernen hat mir auf einmal wieder Spaß gemacht und mein Wissensdurst hat sich immer vergrößert“, erzählt Anja.Ihr Enthusiasmus und ihr unbändiger Erfolgswille sind auch dem Unternehmen nicht lange verborgen geblieben: „Besonders an Anja Schröders Ausbildung war, wie schnell, und vor allem wie selbstständig sie sich in die doch sehr komplexe Microsoft-Thematik eingearbeitet hat. Zudem ist ihr Ehrgeiz ein großes Alleinstellungsmerkmal“, sagt ihr Ausbilder Dirk Hörnschemeyer. Dieser Eifer wurde belohnt. Anja verkürzte ihre Ausbildung um ein halbes Jahr und schloss als IHK-Landessiegerin für Niedersachen ihre Ausbildung ab. Seit ihrem Abschluss arbeitet Anja erfolgreich für die SIEVERS-GROUP und hat direkt den Berufseinstieg geschafft. Doch Anjas Weg ist noch lange nicht am Ziel. „Ich werde ab Herbst berufsbegleitend mein Studium beenden. Im Beruf würde ich gern ein Team leiten, das sich mit den Aufgaben der Microsoft-Beratung, Schulungen, Prüfungen und Lizenzierungen beschäftigt“, verrät Anja. Auf zu neuen Zielen!

Zum Unternehmen: Die SIEVERS-GROUP bietet seit über 25 Jahren Unternehmen und Konzernen ganzheitliche IT-Architekturen zur strategischen Unternehmensführung. Das Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sechs Standorten – die meisten davon am Hauptsitz in Osnabrück. Jährlich erarbeiten die IT-Berater und -Systemingenieure für über 1000 Kunden exakt auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen. Dabei greifen sie auf einzeln skalierbare Bausteine aus einem breiten Portfolio zurück. Dieses reicht von betriebswirtschaftlichen Softwarelösungen, wie beispielsweise ERP-, CRM- oder Business-Intelligence-Lösungen, über Infrastrukturangebote, wie Server und Storage, bis hin zu soft- und hardwaregestützten Kommunikationssystemen. 

Preisträgerinnen aus Schleswig-Holstein

Für Marina war es nicht der erste Anlauf, sie hatte bereits ein geisteswissenschaftliches Studium hinter sich. Aber der Berufseinstieg fiel ihr mit dieser Qualifikation schwer: „Ich informierte mich über die unterschiedlichen kaufmännischen Ausbildungen und entschied mich schließlich für die Ausbildungen zur Groß- und Außenhandelskauffrau sowie zur Industriekauffrau, da beide mir das benötigte Wissen vermitteln konnten. Erstere ist es schließlich geworden.“ Eine Ausbildung kann auch dabei helfen, neue, bis dato ungeahnte Fähigkeiten an sich zu entdecken. Marina betont: „So dachte ich beispielsweise immer, dass ich mit Zahlen nicht viel anfangen kann und auf einmal konnte ich meinen Mitschülern Rechnungswesen erklären und war Klassenbeste in dem Fach.“

Für die Preisträgerin war es nicht schwer, gleich Anschluss zu finden: “Meine Mit-Auszubildende und ich trafen zum ersten Mal aufeinander und wir verstanden uns auf Anhieb großartig. Da wir in der gleichen Stadt wohnten, entwickelte sich sehr schnell eine Fahrgemeinschaft, aus der ebenso schnell eine Freundschaft entstand.“

Der große Vorteil einer dualen Ausbildung liegt für Marina auch in dem Entwicklungspotenzial, das den Absolventen offensteht. Marina möchte zum Beispiel in Zukunft in einer Management-Position arbeiten. „Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, werde ich im kommenden Jahr eine Weiterbildung zur Handelsfachwirtin beginnen und im Anschluss wahrscheinlich noch eine Weiterbildung zur Betriebswirtin machen.“

Ihre Freude an der Arbeit spürt man auch im Unternehmen: „Marina genießt einen hervorragenden Ruf bei ihren Kollegen und unseren Kunden – nicht zuletzt wegen ihrer Kompetenz, ihrer Fröhlichkeit und ihres unermüdlichen Einsatzes“, so ihre Ausbildungsleiterin, die die fachliche Kompetenz der Preisträgerin herausstellt: „Noch während der Abschlussphase ihrer auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung konnte Marina einen kurzfristig ausscheidenden Kollegen im Kundenservice ersetzen. Marina hat sich in alle Themen mit großem Engagement eingearbeitet und konnte damit auch im Kundenservice ausgezeichnete Arbeit leisten.“

Zum Unternehmen: Die Hagen Deutschland GmbH & Co. KG ist Teil der international tätigen HAGEN Gruppe, die auf eine 50-jährige erfolgreiche Tätigkeit in Produktion und Vertrieb von Heimtierbedarfs-Produkten zurückblickt. Die Mutterfirma HAGEN Kanada ist seit 1955 mit eigenen Produktionsstätten, Forschungsinstituten und Gesellschaften in Nordamerika, Europa und Asien vertreten und verkauft weltweit in 60 Märkte Heimtier-Zubehör und Futter für Hund, Katze, Kleinsäuger, Fische, Reptilien und Vögel. Am Standort in Holm werden ca. 130 Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit sind es 2000. 

Als Jana Wendel ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel begann, zogen sich die Tätigkeiten Beratung und Verkauf bereits mehrere Jahre wie ein roter Faden durch ihren Lebenslauf. Nach ihrer ersten Ausbildung zur Fotografin arbeitete sie einige Zeit als Verkäuferin und hatte viel Spaß dabei, Kunden zu helfen und sie zu beraten. Zusammen mit ihrem Interesse für Mode konnte die junge Frau dann ihre beiden Leidenschaften in der Ausbildung verbinden. Warum der Beruf der Kauffrau im Einzelhandel genau der richtige für sie ist, beschreibt Jana Wendel anhand von drei Worten aus dem Unternehmensslogan ihres Ausbildungsbetriebs: „Aus Leidenschaft für Mode und Menschen.“

Dass sie ein Händchen für die Tätigkeiten im Einzelhandel hat, zeigen auch erste Erfolge im Unternehmen. In ihrem 2. Ausbildungsjahr hat Jana Wendel außerplanmäßig für ein halbes Jahr verantwortungsvolle Aufgaben in der Kinderabteilung übernommen. Unter anderem kümmerte sie sich selbständig um die Warenpräsentation und -nachversorgung und führte Preisabschriften durch. Ihr Ausbildungsunternehmen zeigte sich mit ihrer Arbeit mehr als zufrieden: „Sie hat diese Herausforderung mit sehr viel Engagement und Freude angenommen und darüber hinaus auch noch hervorragende Abteilungsumsätze erzielt. Das war wirklich eine besondere Leistung!“. Und auch für die Auszubildende war diese Erfahrung eine Bereicherung: „Ich bekam durch diese Herausforderung einen Einblick in die Rolle einer Führungskraft und erhielt häufig positives Feedback.“

Die Wahl, trotz ihrer bereits bestehenden Berufstätigkeit nochmal in die Lehre zu gehen, bereut Jana Wendel nicht: „Ich bin stolz darauf, mich mit 24 Jahren für eine zweite Ausbildung entschieden zu haben, auch wenn diese Entscheidung zu Hindernissen geführt hat, wie zum Beispiel der Wohnortwechsel oder die finanzielle Einschränkung. Außerdem bin ich stolz auf meine schulischen Noten und meine Note ‚sehr gut‘ in der Prüfung.“

Trotz dieser Erfolge ist Jana Wendel noch nicht am Ziel. So plant sie beispielsweise den Ausbildereignungsschein zu machen und fließend dänisch zu sprechen – und so lange wie möglich bei Peek&Cloppenburg zu bleiben, denn: „If you do something you love, you’ll never have to work a day again.“ 

Zum Unternehmen: Die Peek&Cloppenburg KG betreibt als Unternehmen des Textileinzelhandels 23 Standorte in Deutschland und beschäftigt circa 4.400 Mitarbeiter im In- und Ausland, davon 50 in Flensburg. In 35 Verkaufshäuser in sechs europäischen Ländern werden die Modewelten von Peek&Cloppenburg und VAN GRAAF präsentiert. Das Unternehmen wird bereits in der vierten Generation in Familienhand geführt Peek&Cloppenburg macht 300 Auszubildende  mit einer hervorragenden Betreuung sowie zahlreichen internen Trainings fit für eine Karriere im Modehandel.

Die Azubis des Nordens stellen sich vor:
Azubi des Nordens Robert Hahn
Azubi des Nordens Ariel Salm
Förderpreis Stefanie Herz
Ansprechpartner:
Lee-Ann von Oesen Veranstaltungs- und Eventmanagement

Tel.: 040 30801-156

E-Mail schreiben

Sebastian Siefkes Referent Aus- und Weiterbildung // Digitalakademie

Tel.: 040 30801-158

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