Gute Produkte von GUT

 

 

Zwei  Weltkriege, Inflation, Finanzkrisen und Globalisierung – all das hat die Firma Görte & Tiedemann GmbH & Co. KG aus Altenholz bei Kiel erlebt und überlebt. Die Welt dreht sich heute schneller für das Unternehmen mit 22 Mitarbeitern und 9 Handelsvertretern als noch vor 150 Jahren, als die Firma von den Herren Görte und Tiedemann in Kiel gegründet wurde. Dass das Unternehmen auch heute noch so gut dasteht, verdankt es seiner Anpassungsfähigkeit. Immer wieder hat sich Görte & Tiedemann neu erfunden, das Konzept geändert und die Produktpalette umgestellt.  

„Unsere Wandlungsfähigkeit ist sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg. Leider ist durch die Einkaufsstrategie der Einzelhandelsverbände ein wenig von unserer Vielfalt verloren gegangen“, sagt Geschäftsführer Rolf Grön. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1865 mit einer breiten Produktauswahl an Schläuchen, Keilriemen, Wärmflaschen, chirurgischen Gummiartikeln, Hartgummikämmen oder auch Präservativen.

Die Produktpalette hat sich grundlegend geändert. Vor mehr als 25 Jahren spezialisierte sich das Unternehmen auf Handschuhe. Was mit zwei Modellen begann, hat sich bis heute auf die beträchtliche Anzahl von 130 verschiedenen Handschuhen vergrößert. „Heute machen wir rund 70 Prozent unseres Umsatzes mit Handschuhen. Unsere hochwertigen Modelle, die wir ausschließlich im Fachhandel präsentieren und bundesweit vertreiben, wurden schon oft kopiert. Aber wir sind das Original“, sagt Rolf Grön selbstbewusst. Die Handschuhe werden unter dem Markennamen GUT-Produkte mit Möwe im Logo vertrieben. Darüber hinaus vermarktet Görte & Tiedemann auch Produkte der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), technischen Bedarf, Wassertechnik sowie Artikel für Haus, Hof und Garten.

Die Neuausrichtung auf die Handschuhsparte in den 80er-Jahren war notwendig: „Wir hatten in der Zeit viele Kunden durch den Strukturwandel verloren. Zuerst starb der Eisen-u. Haushaltswaren-handel, dann die Drogerien. Wir mussten uns etwas einfallen lassen.“ Die Idee war, besonders hochwertige Handschuhe zu produzieren, die auch auf modische Wünsche eingehen. „Gefertigt wird in China, Pakistan oder Indien, immer nach unseren Ideen. Wir vertreiben die Handschuhe dann als Systemlieferant an Baustoffhändler oder Gartenmärkte. Wir haben unsere Nische gefunden“, sagt Rolf Grön. Mittlerweile gibt es für jeden Arbeitseinsatz den richtigen Handschuh – ob zum Rosenschneiden oder Betonmischen. Und es kommen immer neue Modelle hinzu. „Eigentlich ist echtes Leder das beste Material, um Handschuhe zu fertigen. Das wird aber vom Verbraucher nicht so empfunden. Deswegen arbeiten wir seit fünf Jahren mit Lederersatzprodukten, die man u.a. sehr gut waschen kann“, erklärt der Chef.

Das Herz des Unternehmens sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch zwei Auszubildende: „Wir haben immer ausgebildet. Dazu fühlen wir uns verpflichtet, machen das aber nicht nur aus selbstlosen Gründen. So rekrutieren wir unseren Nachwuchs. Denn bislang haben wir unsere Azubis immer übernommen“, sagt Rolf Grön.

Dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen, merkt man bei einem Besuch in der Firmenzentrale Am Jägersberg sofort: Es herrscht eine familiäre Atmosphäre, es wird viel kommuniziert und alle setzen sich für das Firmenwohl ein. Im Lager geht es besonders an Liefertagen hoch her, wenn der Lkw mit einem Container mit bis zu 50.000 Handschuhen vor die Tür fährt: „Dann müssen alle ran und ausladen helfen. Danach ist das Lager bis zum Dach voll“, sagt Lagerleiter Peter Schmidt, der seit rund 16 Jahren dem Unternehmen die Treue hält.

Noch länger im Unternehmen ist Marc Jaster, der seit 25 Jahren für Görte & Tiedemann arbeitet: „Ich bin seit meiner Lehre im Unternehmen, habe hier schon viel erlebt“, sagt der Außendienstmitarbeiter. Sein Job sind die Betreuung der Kunden, die Regalpflege und die Präsentation von Neuheiten im nördlichen Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Und noch ein bisschen länger ist Susann Jersch aus der Buchhaltung dabei: „Ich arbeite hier sehr gerne. Der Zusammenhalt stimmt und die Arbeit ist abwechslungsreich.“ Zuständig ist Susann Jersch, die seit 28 Jahren im Unternehmen ist, für den Zahlungsverkehr und die Lohn- und Finanzbuchhaltung.

Boris Neuhoff ist die rechte Hand vom Chef. Eigentlich ist er gelernter Elektriker, hat dann aber auf Groß- und Außenhandel umgeschult und ist jetzt staatlich geprüfter Betriebswirt. Sein Credo: „Handschuh ist nicht gleich Handschuh. Hier wird immer wieder Neues entwickelt.“ Zu seinem Wirkungsbereich gehören Ein- und Verkauf, Kundengespräche und Messebesuche.

Das Büro fest im Griff hat Tina Kroll, die seit mehr als 13 Jahren bei Görte & Tiedemann arbeitet. „Ich bin so etwas wie ein Mädchen für alles“, berichtet Tina Kroll. Kundenkontakt, Büroleitung, Azubi-Betreuerin oder Verkauf – all das gehört zu ihrem Job dazu. 

 

Alles in allem: Ein starkes Team, das die Firma Görte & Tiedemann auf Kurs hält – auch in schwierigen Zeiten. Dass es in der Familientradition weitergeht, dafür sorgt Tochter Elise Ruppel, denn sie unterstützt schon jetzt ihren Vater in allen Bereichen. Als größte Herausforderung für die Zukunft sieht Rolf Grön die Konkurrenz durch den Online-Handel von Amazon und Co. „Wir halten dagegen, dass wir unseren Kunden treu bleiben und hochwertige Produkte zu einem guten Preis anbieten. Andere Online-Händler sind vielleicht kurzfristig attraktiv, doch oft hält das nicht lange.“ 

 

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