Innovation made by Wulf Gaertner Autoparts

 

 

Besser zu sein als die Konkurrenz – das nehmen sich viele Unternehmen vor. Nur wenige schaffen es wirklich. Zu ihnen gehört die Wulf Gaertner Autoparts AG mit ihren Marken Meyle und Meyle-HD. Der Familienbetrieb mit Hauptsitz in Hamburg-Rahlstedt ist von einem kleinen Export- und Handelshaus für Originalersatzteile zu einem innovativen Entwickler und Produzenten hochwertiger Markenprodukte für den Aftermarket geworden. Aus einem Zwei-Mann-Betrieb wurde ein großes mittelständisches Unternehmen.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte im Jahr 1958, als der gelernte Exportkaufmann und begeisterte Hobby-Rennfahrer Wulf Gaertner schon ein paar Jahre in Südamerika verbracht hatte. Wegen der großen Nachfrage nach deutschen Verschleißteilen dort gründet er in  Deutschland am 11. Juli 1958 die Exportfirma Wulf Gaertner. Der Erfolg ist beeindruckend: In den Folgejahren baut Wulf Gaertner sein Geschäft kontinuierlich aus, expandiert in die USA (1962) und nach Asien (1977). 1995 dann ein Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens: Die Wulf Gaertner GmbH erschließt ein neues Geschäftsfeld, indem sie die Ersatzteilmarke MEYLE übernimmt. Es ist der Schritt vom reinen Exporteur zum Hersteller der eigenen Markenprodukte.


Aber Autoteile produzieren, das können viele Unternehmen. Also musste sich das Unternehmen mit heute 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit, davon 400 in Hamburg, etwas einfallen lassen, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Die Lösung war die 2002 etablierte Marke MEYLE-HD. HD steht für High Durability, also längere Haltbarkeit. „Meyle-HD hält länger, ist besser als das Original, ist optimiert und garantiert eine höhere Laufleistung“, sagt Martin Klein, Technischer Berater bei Wulf Gaertner Autoparts.


Was heißt das konkret? Ein Beispiel: Die Ingenieure von Wulf Gaertner Autoparts haben ein stufenlos einstellbares Traggelenk für einen Querlenker erfunden, mit dem drei verschiedene Ausführungen des Originalteils ersetzt werden. Das spart Zeit beim Einbau und auch die Bestellung ist einfacher, da immer das richtige Teil vorhanden ist. Zusätzlich ist der Querlenker technisch optimiert, durch eine hochwertige Korrosionsbeschichtung des Tragegelenks und einer Kugelschale aus abriebfestem Kunststoff. Insgesamt 750 HD-Teile wurden seit 2002 bei Wulf Gaertner Autoparts entwickelt. „Und wir sind nie am Ende mit der Entwicklung. Wir schauen immer, was wir noch besser machen können“, sagt Martin Klein. Mit den Meyle-HD-Produkten hat Wulf Gaertner Autoparts eine Nische besetzt, die auch das Image des Unternehmens prägt. Kunden erhalten vier Jahre Garantie auf diese Teile.


Gelagert werden die Autoteile in einem 29.000 Quadratmeter großen und bestens durchorganisierten WLAN-gestützten Lager, das in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Rund 18.500 verschiedene Teile für Nutzkraftwagen, Pkw und Transporter, die in mehr als 120 Länder der Welt geliefert werden, sind dort verfügbar. Auch eine extra mit Stacheldraht gesicherte Abteilung für die Lieferungen per Luftfracht ist vorhanden – Zollvorschrift. In einer benachbarten Halle können auf Knopfdruck riesige Verschieberegale betätigt werden, die Platzersparnis bringen und im logistischen Ablauf den Nachschub lagern.  


Eine Innovation der besonderen Art ist der 3D-Drucker bei Wulf Gaertner Autoparts, der nicht mehr lieferbare Teile reproduziert oder Teile für Prototypen erstellt. Gerade bei Oldtimern gibt es immer wieder Elemente, die durch natürlichen Verschleiß kaputt gehen, leider aber nicht mehr im Sortiment verfügbar sind. Dann springt Frederik Dahlem ein. Mit einem Scanner wird das Fragment in den Computer geladen und danach von einem 3D-Drucker quasi völlig neu erschaffen. So bleiben auch die schönsten Oldtimer am Leben.


Innovation als Qualitätsmerkmal


„Innovation bedeutet für uns, sich ständig zu hinterfragen, niemals stehen zu bleiben, einen hohen Qualitätsanspruch zu haben und sich so vom Wettbewerb abzusetzen. Wir nehmen uns Zeit, wir investieren in Maschinen und Werkzeuge und setzen auf Nachhaltigkeit“, sagt Marita Schwartze, Vorstandsmitglied bei Wulf Gaertner Autoparts. Da ist es auch ein Vorteil, ein Familienunternehmen zu sein: „Als mittelständisches Unternehmen können wir schnell und flexibel reagieren. Denn unser Ohr ist immer am Markt.“ Das ist der Grund, warum das Unternehmen in den vergangenen 20 Jahren so rasant gewachsen ist. Die Unternehmensfläche hat sich im Vergleich zu 1995 fast vervierfacht, und vor wenigen Jahren ist ein modernes Hochregallager hinzugekommen. „Wir sind sehr gut gewachsen, befinden uns aber gerade in einer Phase der Konsolidierung“, stellt Marita Schwartze fest. Dennoch werden natürlich immer wieder hoch qualifizierte Mitarbeiter benötigt. „Wir bilden unsere jungen Fachkräfte selbst aus, denn berufliche Entwicklung wird bei Wulf Gaertner Autoparts großgeschrieben. Wir fördern unseren Nachwuchs intensiv, schicken ihn zum Beispiel auch ins Ausland“, berichtet Marita Schwartze. Trotzdem ist auch für Wulf Gaertner Autoparts der Fachkräftemangel ein Thema: „Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Garant für unsere Innovationsfähigkeit. Doch es wird schwieriger, ausreichend Fachkräfte zu rekrutieren. Wir müssen dort noch aktiver werden, um unseren Vorsprung zu halten.“


Der Erfolg von Wulf Gaertner Autoparts hängt auch mit der Struktur des Unternehmens zusammen: „Dass wir ein Familienunternehmen sind, ist ein großer Vorteil. Wir sehen uns in der Pflicht für den Markt, das Unternehmen und unsere Mitarbeiter“, sagt Marita Schwartze. „Außenhandel ist etwas ganz Besonderes und wird für uns vom AGA Unternehmensverband seit Jahrzehnten gut repräsentiert. Wir haben eine hohe Verbundenheit zu dem Verband, mit dem wir auch in Zukunft noch viel erreichen wollen.“

 

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