29.11.2019

Grundgesetz neu gedacht: Da ist Wurm drin

Nachrichten | Politik | Magazin

23.000 Wörter, 146 Artikel, eine Verfassung: Das Grundgesetz gilt seit dem 23. Mai 1949 für die Bundesrepublik Deutschland. Und es ist aktueller denn je. Der Hamburger Journalist Oliver Wurm hat dem über 70 Jahre alten Text, der am 8. Mai 1949 durch das Plenum des Parlamentarischen Rates mit 53 gegen 12 Stimmen verabschiedet wurde, gemeinsam mit dem Grafiker Andreas Volleritsch ein neues Outfit verpasst. Indem er aus dem oft sperrig daherkommenden Grundgesetz ein zeitgemäßes Magazin für den Kiosk machte. Das Heft wird aufgrund seiner ausgezeichneten grafischen Aufmachung von Politik und Medien in den höchsten Tönen gelobt. Es wurde bereits über 300.000 Mal gedruckt – und die Nachfrage reißt nicht ab. „Das Grundgesetz als Magazin“ ist nur ein Beweis dafür, dass es Oliver Wurm immer wieder gelingt, neu zu denken.

„Ich befürchte, dass ich wohl nie mehr etwas Relevanteres veröffentlichen werde als das Grundgesetz-Magazin. Aber das ist ja auch nicht schlimm“, sagt der gelernte Sportjournalist. Die Idee zum Projekt entstand dabei eher zufällig: Wurm verfolgte eine Talkshow, in der Ranga Yogeshwar zu Gast war und urplötzlich eine Lobeshymne auf das Grundgesetz hielt. „Die Verfassung ist die Nation“, sagte der Wissenschaftsjournalist. „Jeder sollte sie einmal lesen.“ Wurm bestellte sich spontan bei der Zentrale für Politische Bildung ein Gratis-Exemplar nach Hause – und war schon nach wenigen Seiten von der Wucht und Schönheit der Sätze, insbesondere von der Klarheit der 19 Grundrechte, fasziniert.

Allein die grafische Aufmachung hielt der Schönheit der Inhalte nicht stand. Gemeinsam mit dem Designer Andreas Volleritsch, mit dem er bereits 2011 das Neue Testament in Magazinform veröffentlichte, entwickelte Wurm in über 300 Arbeitsstunden ein zeitgemäßes, gut lesbares Layout. Zur Bebilderung der Aufmacherseiten fragte er bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) die spektakulären Fotos an, die der Astronaut Alexander Gerst von der ISS aus von Deutschland und Europa gemacht hat. „Der Blick von ganz oben verleiht dem Magazin eine spannende Meta-Ebene“, erklärt Wurm.

Ohne Verlag, Sponsoren oder fi nanzielle Mittel im Rücken bewies Oliver Wurm großen unternehmerischen Mut. Er entwickelte ein kreatives Konzept, um die Druck- und Produktionskosten in sechsstelliger Höhe auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Die simple und zugleich symbolkräftige Idee: Pro Druckauflage haben 70 Unternehmen – vom Start-up über den Mittelstand bis zum Dax-Konzern – die Chance, mit dem eigenen Firmenlogo an der „Unterstützerwand“ im Magazin dabei zu sein. Exakt 70, wegen
70 Jahre Grundgesetz. Und auch der Preis ist symbolisch gewählt: 1.949 Euro pro Partner, angelegt an das Jahr des Inkrafttretens der Verfassung. „Ich habe vor dem ersten Druck von morgens bis abends telefoniert und dabei ganz bewusst nicht nur Unternehmer aus meinem eigenen Netzwerk angefragt“, erinnert sich der 49-Jährige an die ersten Wochen der Akquise. Ein Kraftakt – aber zugleich die bestmögliche Startrampe für das „GG-Magazin“.

Mit der Unterstützung von 70 Marken und Unternehmen im Rücken konnte Wurm zum Start 100.000 Hefte in bester Papier- und Druckqualität fi nanzieren. Die Resonanz nach Kioskstart war durchweg positiv. Egal, ob in den Medien, seitens der Leserinnen und Leser oder aus Kreisen der Wirtschaft und der Politik. Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, gratulierte den Machern sogar in einem persönlichen Brief zu der „anregenden und impulsgebenden Lektüre“. Auf seinem Erfolg ausruhen möchte sich Wurm aber keineswegs. „Ich bin über die Arbeit an den Grundgesetzartikeln tatsächlich zum Verfassungspatriot geworden, halte derzeit viele Vorträge zu dem Projekt
vor Unternehmern und an Schulen.“ Wurm, der sich mit unermüdlicher Arbeit bei Twitter bereits über 35.000 Follower aufgebaut hat, möchte das Grundgesetz auch noch stärker in die Sozialen Medien tragen – zum 70. Jahrestag überraschte er im Netz mit einer Instagram-Novel, weitere Ideen sind in Planung.

Die Digitalisierung hat auch die Arbeit von Wurm verändert, das Netz vieles beschleunigt. Dieser Entwicklung muss und will er sich stellen – analoge Print-Produkte aber spielen in seinem Portfolio schon immer eine wichtige Rolle. So entstand unter Wurms Regie rund um die Heim-Fußball-WM 2006 das preisgekrönte Hochglanz-Magazin „Player“, seit 2009 bringt er mit der Juststickit GbR Panini-Sammelalben für Städte und Bundesländer heraus, 2011 folgte die Bibel als Magazin und ganz aktuell begeistert „20.20“ Sport-Deutschland – die erste Ausgabe einer Magazin-Trilogie zu den Olympischen Spielen in Tokio.

Fußball, Bibel, Klebebildchen, Olympia, Grundgesetz: Bei jedem dieser Projekte hat Wurm eine bereits existierende Idee vollkommen neu gedacht und fest an deren Erfolg
geglaubt, obwohl das finanzielle Risiko und der damit einhergehende Druck jedes Mal immens waren. Oft aber ist es genau dieser Druck, der Wurm dazu ermutigt, neue Wege zu gehen. Anders ausgedrückt: „Unter Druck entstehen Diamanten.“ Für sein erstes Fußball-Magazin kündigte er 2005 spontan seinen sicheren Redakteursjob. Für den Start
der Magazin-Reihe „Fußballgold“ im Jahr 2013 konnte er zunächst keine klassischen Werbeanzeigen generieren – das hielt ihn jedoch nicht davon ab, auch dieses Projekt umzusetzen. In einer Art Firmen-Crowdfunding gewann Wurm Unterstützer – vom großen Dax-Konzern bis zur kleinen Werbeagentur – die ihm Hefte im größeren Stil abkauften. Bei den Panini-Alben steckt er neben den Promis und Legenden einer Stadt auch die Arbeitgeber und Marken der Region mit eigenen Motiven in die Sammeltütchen. Die zahlen für die kreative Einbindung gerne. Branded content at it’s best!

„Man kann komplexe Ideen nie vom Ende her denken“, sagt Wurm, „ich versuche immer nur, den nächsten Schritt zu gehen. Und aus den kleinen und großen Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man ja auch etwas Schönes bauen.“

Exklusives Angebot: Für alle Mitglieder des AGA Unternehmensverbandes sowie der Partnerverbände VMG, GIWO, LVGA und LGAD gibt es die einmalige Werbemöglichkeit im mehrfach preisgekrönten „Grundgesetz – Das Magazin“. Wer als Partner der nächsten Druckauflage (50.000 Magazine) mit dabei sein möchte, erhält neben dem eigenen Logo im Heft zusätzlich 300 Grundgesetz-Hefte für Mitarbeiter, Kunden und Freunde. Das Engagement kostet einmalig 1.949 Euro – mit dem Hinweis „Mitglied in der Verbändeallianz“ erhält jedes Unternehmen im Gegenzug Hefte im Verkaufswert von 3.000 Euro (VK-Preis pro Heft am Kiosk: 10 Euro). Wer über seine 300 GG-Hefte hinaus weitere Exemplare bestellen möchte, erhält diese zum Partnerpreis von 5 Euro. Ihr Ansprechpartner beim AGA ist Christian Buchholz, Telefon: 040 30801-162, E-Mail: christian.buchholz@aga.de 

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Christian Buchholz
Referent Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 040 30801-162