13.08.2026

Groß- und Außenhandel in Niedersachen: 4. Verhandlungsrunde bringt Durchbruch

Pressemitteilungen | Tarife

Die 4. Verhandlungsrunde im niedersächsischen Groß- und Außenhandel zwischen dem AGA Unternehmensverband und der Gewerkschaft Verdi hat zu einem Tarifabschluss geführt.

Das Tarifergebnis sieht bei einer 24-monatigen Laufzeit eine zweistufige Erhöhung um 2,9 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 sowie um weitere 2,1 Prozent ab Mai 2027 vor. Die Arbeitgeber konnten durch die Vereinbarung von drei Leermonaten erreichen, dass die wirtschaftliche Belastung im ersten Jahr der Laufzeit bei ca. 2,2 Prozent liegt. Die Ausbildungsvergütungen steigen jeweils mit dem Ausbildungsjahreswechsel 2026 um 40 Euro und 2027 um 30 Euro.

Zudem wurde eine Anpassung der untersten Löhne und Gehälter unter Berücksichtigung des steigenden gesetzlichen Mindestlohns vereinbart.

Volker Hepke, hauptamtlicher Verhandlungsführer des AGA: "Dieser Abschluss markiert die Schmerzgrenze dessen, was die Unternehmen in der aktuellen Lage schultern können. Die vereinbarten Erhöhungen treffen auf eine Branche, die seit Jahren auf Wachstum wartet und zugleich mit steigenden Kosten und großer Unsicherheit umgehen muss. Jeder zusätzliche Euro muss erst erwirtschaftet werden. Dass die Arbeitgeber den Beschäftigten dennoch ein spürbares Plus ermöglichen, ist Ausdruck der Anerkennung für ihre Leistung und keine Selbstverständlichkeit.

Für uns war entscheidend, die Tarifrunde diesmal zügiger abzuschließen. Eine Hängepartie wie 2023 hilft niemandem. Mit der Laufzeit von 24 Monaten wissen Unternehmen und Beschäftigte nun, woran sie sind. Verdi wollte bereits nach einem Jahr erneut verhandeln. Das haben wir verhindert."

Im niedersächsischen Groß- und Außenhandel arbeiten in rund 14.000 Unternehmen 130.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 3.500 Auszubildende.

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