07.02.2020

Bürgermeister gießt Bündnis-Forderungen in konkrete Pläne

Nachrichten | Politik

Jetzt wird es konkret: Nachdem das „Bündnis für die Innenstadt“ im vergangenen Oktober die Bürgerschaft wie auch den Senat öffentlich dazu aufgefordert hatte, sich aktiv für eine lebendigere und attraktivere Innenstadt einzusetzen, antworteten Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher heute Mittag zusammen mit Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, sowie Oberbaudirektor Franz-Josef Höing mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm zur Aufwertung der City.

Es wurden insgesamt sieben Orte ausgewählt, die für die Aufwertung der Innenstadt ein „besonders hohes Potenzial“ bieten würden. Deshalb wolle man sich um eine zeitnahe Neugestaltung von Burchardplatz, Getrudenkirchhof, Hopfenmarkt, Jungfernstieg, Großneumarkt sowie das Ost- und Westufer der Binnenalster und das südliche Gleisfeld des Hauptbahnhofs kümmern. Dabei orientieren sich die vorgestellten Pläne zur Aufwertung der City an fünf Zielen: So soll mehr Raum für Fußgänger geschaffen werden, gleichzeitig soll die Innenstadt hervorragend erreichbar und vernetzt sein. Außerdem soll mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sowie mehr Wohnraum geschaffen werden, wobei auf eine gemeinschaftliche Entwicklung und den Dialog mit allen Beteiligten und Partnern Wert gelegt wird.

„Die Innenstadt ist die ‚Visitenkarte‘ Hamburgs, in der sich die Menschen gerne aufhalten, wo sie einkaufen und sich in Restaurants und Cafés begegnen. Wir wollen die Innenstadt attraktiver machen und zugleich dafür sorgen, dass sie für alle gut erreichbar bleibt. Dazu sollen der öffentliche Raum an vielen Orten neu gestaltet und neben den schon bestehenden autofreien Zonen weitere Straßen vom Autoverkehr freigehalten werden. Wir achten darauf, dass hierdurch keine neuen Staus entstehen und die Menschen noch besser mit Bussen und Bahnen in die City kommen“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, möchte die Hamburger Innenstadt lebendiger und attraktiver machen, indem mehr Wohnraum geschaffen wird: „„Im Herzen unserer Stadt brauchen wir mehr Wohnen. Wir wollen, dass künftig mehr Menschen in unserer Innenstadt ein neues Zuhause finden. Dazu gehören insbesondere auch bezahlbare Wohnungen. Darüber hinaus brauchen wir eine gute soziale Infrastruktur, eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, eine hohe gestalterische Qualität unserer Freiräume sowie mehr Grün.“

Volker Tschirch, Geschäftsführender Vorsitzender des Verbands der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (VMG), begrüßt das Maßnahmenprogramm zur Aufwertung der Hamburger Innenstadt und sagte nach der Pressekonferenz: „Lebendiger, attraktiver und gut erreichbar – das ‚Maßnahmenprogramm Innenstadt‘ nimmt die gesamte Hamburger City in den Blick. Zuletzt wurde vor allem über die Frage autofrei oder autoarm diskutiert. Nun zeigt der Senat, dass er die Herausforderungen für eine attraktive und funktionierende Innenstadt ernst nimmt und auch notwendige Investitionen tätigen will. Die Innenstadt braucht diese Aufmerksamkeit!“

Neben dem VMG gehören auch die Handelskammer Hamburg, das City Management Hamburg, der DEHOGA Hamburg Hotel- und Gaststättenverband e.V., der Handelsverband Nord e.V., der Tourismusverband Hamburg e.V. sowie der Trägerverbund Projekt Innenstadt e.V. dem Bündnis für die Innenstadt an.

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