08.08.2018

Innovation made by MEYLE

Nachrichten | Unternehmensportrait

Besser zu sein als die Konkurrenz – das nehmen sich viele Unternehmen vor. Nur wenige schaffen es wirklich. Zu ihnen gehört die MEYLE AG mit der gleichnamigen Marke und den drei Produktlinien MEYLE-ORIGINAL, MEYLE-PD und MEYLE-HD. Der Familienbetrieb mit Hauptsitz in Hamburg-Rahlstedt ist von einem kleinen Export- und Handelshaus für Autoersatzteile zu einem innovativen Hersteller hochwertiger Markenprodukte für den Aftermarket geworden. Aus einem Ein-Mann-Betrieb wurde ein großes mittelständisches Unternehmen.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte im Jahr 1958, als der gelernte Exportkaufmann und begeisterte Hobby-Rennfahrer Wulf Gaertner schon ein paar Jahre in Südamerika verbracht hatte. Wegen der großen Nachfrage nach deutschen Verschleißteilen dort gründet er in Deutschland am 11. Juli 1958 die Exportfirma Wulf Gaertner. Der Erfolg ist beeindruckend: In den Folgejahren baut Wulf Gaertner sein Geschäft kontinuierlich aus, expandiert in die USA (1962) und nach Asien (1977). 1995 dann ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens: Die Wulf Gaertner GmbH erschließt ein neues Geschäftsfeld, indem sie die Ersatzteilmarke MEYLE übernimmt. Es ist der Schritt vom reinen Exporteur zum Hersteller eigenen Markenprodukte.

Aber Autoteile produzieren, das können viele Unternehmen. Das Unternehmen mit heute 1.000 Mitarbeitern weltweit, davon 400 in Hamburg, hat seit jeher den Anspruch „die, mit den besseren Teilen“ zu sein. Die Produktlinie MEYLE-HD stellt dies eindrucksvoll unter Beweis: Unter der Linie entwickelt und produziert der Hamburger Hersteller Autoersatzteile, die besser sind als die OE-Teile und Fahrer weltweit durch längere Haltbarkeit, Verlässlichkeit und robuste Fertigung überzeugen.  

Was heißt das konkret? Ein Beispiel: Die MEYLE-Ingenieure haben ein stufenlos einstellbares Traggelenk für einen Querlenker entwickelt, mit dem gleich drei verschiedene Ausführungen des OE-Teils ersetzt werden – aus drei Artikeln, die für das Fahrzeug passend sein könnten, wird damit eins. Das spart Zeit beim Einbau und auch die Bestellung ist einfacher, da immer das richtige Teil vorhanden ist. Und auch der Kunde muss nicht unnötig warten, sondern kann sein Fahrzeug schneller wieder aus der Werkstatt fahren. Zusätzlich ist der Querlenker im Gegensatz zum OE-Teil technisch optimiert, durch eine hochwertige Korrosionsbeschichtung des Tragegelenks und einer Kugelschale aus abriebfestem Kunststoff.

Mehr als 1.000 HD-Teile wurden seit 2002 von den MEYLE-Ingenieuren entwickelt. Und das Ende ist noch lange nicht in Sicht: Die Ingenieure arbeiten stets an neuen Lösungen und Produkten, die im Werkstattalltag viel Zeit und Geld sparen und damit auch dem Fahrer zugutekommen. Mit den MEYLE-HD-Produkten hat der Hamburger Hersteller eine Nische besetzt, die auch das Image des Unternehmens prägt. Kunden erhalten deshalb vier Jahre Garantie auf diese Teile.

Gelagert werden die Autoteile in einem 29.000 Quadratmeter großen Lager, das in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Rund 24.000 verschiedene MEYLE-Teile für Nutzkraftwagen, Pkw und Transporter, die in mehr als 120 Länder der Welt geliefert werden, sind von MEYLE insgesamt verfügbar. Auf Knopfdruck können riesige Verschieberegale betätigt werden, die Platzersparnis bringen und im logistischen Ablauf den Nachschub lagern.  

„Innovation bedeutet für uns, sich ständig zu hinterfragen, niemals stehen zu bleiben, einen hohen Qualitätsanspruch zu haben und sich so vom Wettbewerb abzusetzen. Wir nehmen uns Zeit, wir investieren in Maschinen und Werkzeuge und setzen auf Nachhaltigkeit“, sagt Marita Schwartze, Vorstandsmitglied bei der MEYLE AG. Da ist es auch ein Vorteil, ein Familienunternehmen zu sein: „Als mittelständisches Unternehmen können wir schnell und flexibel reagieren. Denn unser Ohr ist immer am Markt.“ Das ist der Grund, warum das Unternehmen in den vergangenen Jahren so rasant gewachsen ist. Die Unternehmensfläche hat sich im Vergleich zu 1997 fast verzehnfacht, und vor einigen Jahren ist das moderne Hochregallager hinzugekommen. „Wir sind personell und strukturell stark gewachsen, haben uns Herausforderungen gestellt und diese erfolgreich gemeistert“, stellt Marita Schwartze fest.

Dennoch werden natürlich immer wieder hoch qualifizierte Mitarbeiter benötigt. „Wir bilden unsere Fachkräfte selbst aus, denn berufliche Entwicklung wird bei uns großgeschrieben. Wir fördern unseren Nachwuchs intensiv, geben ihnen zum Beispiel auf die Möglichkeit, zu unseren Tochterfirmen ins Ausland zu gehen und dort Berufserfahrung im internationalen Umfeld zu sammeln“, berichtet Marita Schwartze. Trotzdem ist auch für MEYLE der Fachkräftemangel ein Thema: „Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Garant für unsere Innovationsfähigkeit. Doch es wird schwieriger, ausreichend Fachkräfte zu rekrutieren. Wir müssen dort noch aktiver werden, um unseren Vorsprung zu halten.“

Und die Investitionen zahlen sich aus: Bereits zum sechsten Mal in Folge konnte sich das Hamburger Familienunternehmen über das TOP-JOB-Siegel freuen, mit dem die Universität St. Gallen die besten deutschen Arbeitgeber im Mittelstand auszeichnet. „Das sechste TOP JOB-Siegel in Folge ist für uns eine große Ehre“, so Marita Schwartze. „Besonders im Jahr 2018 – in dem wir auch das 60-jährige Bestehen der Holdinggesellschaft Wulf Gaertner Autoparts AG feiern – hat die sechste Auszeichnung einen besonderen Stellenwert für uns.“

Der Erfolg des Unternehmens hängt auch mit der Struktur zusammen: „Dass wir ein Familienunternehmen sind, ist ein großer Vorteil. Wir sehen uns in der Pflicht für den Markt, das Unternehmen und unsere Mitarbeiter“, sagt Marita Schwartze. „Außenhandel ist etwas ganz Besonderes und wird für uns vom AGA Unternehmensverband seit Jahrzehnten gut repräsentiert. Wir haben eine hohe Verbundenheit zu dem Verband, mit dessen Unterstützung wir auch in Zukunft noch viel erreichen wollen.“

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Martin Schnitker
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