15.11.2018

Mehr als 50 Unternehmen gründen Initiative zur Handelskammerwahl 2020

Nachrichten | Politik

Der (Wahl-)Kampf um die Handelskammer Hamburg hat begonnen: Obwohl die Wahlen erst in 14 Monaten stattfinden, haben schon heute 50 Hamburger Unternehmen, Wirtschaftsverbände und rund 150 Einzelpersonen die Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg“ gegründet, um 2020 die Macht am Adolphsplatz zu übernehmen.

Zu den wichtigsten Zielen der Initiative gehören, dass die Interessen der Hamburger Wirtschaft wieder vernünftig vertreten wird und sich wieder einzubringen, um gemeinsam bei der nächsten Kammerwahl anzutreten.

„Wir sind in Sorge um die Zukunft der Hamburger Wirtschaft. Derzeit läuft es ja ganz gut in Hamburg. Aber es gibt große Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Infrastrukturprobleme, digitale Transformation und Barrieren im Außenhandel. Die einzige übergreifende Institution, die diese drängenden Themen bewegen könnte, ist mit sich selbst beschäftigt und versinkt im Streit. Das wollen wir nicht länger mit ansehen, und deshalb engagieren wir uns für die Handelskammer“, sagt Astrid Nissen-Schmidt, Partnerin bei Ernst & Young und Sprecherin des Kompetenzteams der Initiative.

Niels Pirck, Geschäftsführer der haspa direkt, Mitglied des Kompetenzteams und Mitglied des aktuellen Kammerplenums unterstreicht: „Die Handelskammer wird aktuell mit der Abrissbirne geführt. Sie soll sich endlich wieder um Sachfragen und Impulse für die Metropolregion kümmern. Interne Streitigkeiten bringen niemanden weiter. Stimmen aus der Unternehmerschaft, der Verwaltung und Politik beklagen immer lauter, dass ihnen die Handelskammer als verlässlicher und qualifizierter Ansprechpartner fehlt. Das wollen wir ändern.“

Als Werte und Ziele hat die Initiative Überparteilichkeit und politische Neutralität, Vertrauenswürdigkeit, Offenheit, Kompetenz, Fairness und Nachhaltigkeit ausgegeben. „Jeder der diese Werte unterstützt, ist bei uns willkommen. Wir sind kein geschlossener Kreis. Im Gegenteil: Wir laden alle Hamburger Unternehmen ein, sich einzubringen und uns zu unterstützen“, sagt Astrid Nissen-Schmidt.

Dr. Hans Fabian Kruse, Präsident NORDHANDEL, sagte zur Gründung der Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg“: „Die sogenannten Rebellen haben mit falschen Versprechungen die letzten Kammerwahlen gewonnen und sind seitdem dabei, einen systemrelevanten Pfeiler der Hamburger Wirtschaftsvertretung zu demontieren. Dies ist nicht im Interesse der Hamburger Wirtschaft. Deshalb begrüßen wir den Versuch, neue Repräsentativität, Augenmaß und Vernunft in die Zukunft der Kammerarbeit zu bringen. Unsere Verbände beobachten die Entwicklung – es sind noch 14 Monate bis zur nächsten Kammerwahl. Wir werden uns weiter für die Interessen unserer Mitglieder und zusammen mit unserem Spitzenverband UVNord für die Hamburger Wirtschaft insgesamt einsetzen.“ Der AGA ist ein Gründungsmitglied von NORDHANDEL.