08.09.2021

AGA-Umfrage zur Bundestagswahl: Klare Absage an Linksbündnis, neue Impulse für Freihandel gefordert

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Mit großer Mehrheit sprechen sich Norddeutschlands Händler und unternehmensnahe Dienstleister für die Einhaltung der Schuldenbremse und neue Freihandelsabkommen in der nächsten Legislaturperiode aus. Die Koalitionspräferenz ist eindeutig. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage, die der AGA Unternehmensverband zwischen dem 1. und 7. September 2021 unter seinen 3.500 Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat.

Auf dem Wahlzettel der norddeutschen Händler und Dienstleister liegen FDP (39 Prozent) und CDU/CSU (38 Prozent) klar vorne, Grüne (12 Prozent) und SPD (8 Prozent) fallen bei der Stimmenvergabe deutlich ab. Das gleiche Bild ergibt sich bei der Frage nach der größten wirtschaftspolitischen Kompetenz: 45 Prozent der Befragten sehen sie bei der FDP, 41 Prozent bei CDU/CSU. Nur 5 Prozent sehen hier bei der SPD die größte Kompetenz, 3 Prozent bei den Grünen. Damit korrespondiert, dass 40 Prozent eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP bevorzugen. Einer erneuten Großen Koalition (3 Prozent) erteilt die norddeutsche Wirtschaft ebenso eine klare Absage wie einem rot-rot-grünen Bündnis (2 Prozent). 69 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer fühlen sich aktuell von der Politik vernachlässigt.

AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: „Unsere Unternehmen wissen ganz genau, dass uns höhere Steuern und moralische Ansprüche allein nicht aus der Krise führen. Und schon gar keine Politik, die auf Verbote und staatliche Gängelung setzt. Sie wollen eine Ordnungspolitik, die sich wieder auf die Soziale Marktwirtschaft und unternehmerische Selbstverantwortung besinnt. Nachhaltiges Wachstum fußt auf Produktivität und Investitionen, nicht aber auf Staatsausgaben und Schulden.“

Umwelt- und Klimaschutz zählt für 50 Prozent der Befragten zu den entscheidenden Themen der kommenden Legislaturperiode. Dicht dahinter liegt die Forderung nach Bürokratieabbau (47 Prozent). Es folgen die digitale Transformation (39 Prozent), die Modernisierung des Bildungssystems (37 Prozent) und eine wachstumsorientierte Steuerpolitik (36 Prozent). 69 Prozent pochen auf die Einhaltung der Schuldenbremse in der kommenden Legislatur. 75 Prozent wünschen sich, dass sich die neue Bundesregierung für neue Freihandelsabkommen einsetzt.

„Der Umwelt- und Klimaschutz nimmt unter den norddeutschen Händlern und Dienstleistern einen hohen Stellenwert ein. Sie nehmen die Zeichen der Zeit ernst und sind bereit, einen noch stärkeren Beitrag zu leisten. Dafür aber müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Dirigistische und ideologiegesteuerte Einzelmaßnahmen sind kostspielig, meist widersprüchlich und ineffektiv“, so Dr. Hans Fabian Kruse. Die künftige Bundesregierung müsse den Markt und seine Unternehmen als Verbündete im Klimaschutz behandeln und konsequent auf Technologieoffenheit setzen, ob in der Mobilität oder der Energiewende. 

Der AGA Unternehmensverband vertritt die Interessen von 3.500 Mitgliedsunternehmen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In diesen Unternehmen sind rund 150.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem Jahresumsatz von 288 Milliarden Euro ist der gesamte Groß- und Außenhandel eine der Schlüsselbranchen in Norddeutschland.

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