06.07.2021

AGA-Wirtschaftstest: Lage der Händler und Dienstleister verbessert sich – Unternehmen fahren Investitionen hoch

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Der Aufwärtstrend bei Händlern und Dienstleistern setzt sich fort: Der Umsatz der Unternehmen stieg im 2. Quartal 2021 um nominal 5,6 Prozent, real war ein Umsatzminus von 0,3 Prozent zu verzeichnen. Im Vorquartal stieg der Umsatz nominal über alle Branchen hinweg um 0,1 Prozent, real lag das Umsatzminus noch bei 4,0 Prozent. Die Aussichten bis zum Jahresende sind optimistisch, es bestehen allerdings weiter Unsicherheiten. Das sind Ergebnisse des Wirtschaftstests, den der AGA Unternehmensverband zwischen Mitte Juni und Anfang Juli 2021 unter den norddeutschen Unternehmen durchgeführt hat.

Der AGA-Indikator für den Groß- und Außenhandel machte gegenüber dem 1. Quartal 2021 einen deutlichen Sprung und stieg von 118,5 auf jetzt 135,4 Punkte. Allerdings stagniert der Export im Vergleich zum Vorquartal bei 119,3. Auch der Dienstleistungssektor zeigt einen spürbaren Aufwärtstrend: Nach 116,6 Punkten im Vorquartal liegt er aktuell bei 137. 

Bis zum Jahresende sind die Händler und Dienstleister zuversichtlich: So erwarten 44 Prozent der Unternehmen bis Ende Dezember 2021 einen höheren Umsatz (Vorquartal: 31 Prozent). Lediglich 7 Prozent rechnen mit sinkenden Umsätzen, während es im Vorquartal noch 14 Prozent waren. Einen höheren Gewinn prognostizieren 24 Prozent der Betriebe, im Vorquartal lag dieser Wert bei 22 Prozent. Lediglich 18 Prozent erwarten weniger Gewinn, im Vorquartal waren es noch 26 Prozent.

„Bei den norddeutschen Händlern und Dienstleistern geht es weiter bergauf. Die Auftragsbücher füllen sich. Doch manche Aufträge können nur mit Verzögerung abgearbeitet werden, weil die Lieferketten derzeit empfindlich aus dem Gleichgewicht geraten sind“, erklärt AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse. Der aktuell stagnierende Export-Indikator sei ein Beleg für bleibende Unsicherheiten im Groß- und Außenhandel. „Trotz der positiven Entwicklung ist die Krise noch lange nicht vorbei. Es gibt weiterhin Unternehmen, die mit den Nachwirkungen der Pandemie und um die eigene Existenz kämpfen“, so Kruse weiter.

Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass die Unternehmen ihre Investitionen im laufenden Jahr erhöhen wollen. So soll die Investitionsquote (vom Gesamtumsatz) bei 4,3 liegen und damit um 0,1 Prozent besser als im vergangenen Jahr. Am meisten wird im Groß- und Außenhandel und bei den Dienstleistern in den Bereich EDV & Telekommunikation investiert (65 % der Betriebe wollen das), gefolgt von Investitionen in den Fuhrparkt (43 %) und in die Geschäftsausstattung (41 %). 

Die norddeutschen Bundesländer: Im 2. Quartal 2021 stieg in Hamburg der Umsatz um nominal 4,6 % (real: -0,8 %), in Niedersachsen legte er um nominal 5,6 % zu (real: +0,7 %), in Bremen stieg er um nominal 5,8 % (real: +0,6 %), in Mecklenburg-Vorpommern legte der Umsatz um nominal 2,2 % zu (real: -3,2 %) und in Schleswig-Holstein ging er nominal um 2,1 % nach oben (real: -6,4 %).

Der AGA Unternehmensverband vertritt die Interessen von 3.500 Mitgliedsunternehmen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In diesen Unternehmen sind rund 150.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem Jahresumsatz von 288 Milliarden Euro ist der gesamte Groß- und Außenhandel eine der Schlüsselbranchen in Norddeutschland.    

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