24.11.2016

Groß- und Außenhandel entwickelt sich positiv

Pressemitteilungen | Studien

Der positive Jahrestrend im norddeutschen Groß- und Außenhandel setzte sich auch im 3. Quartal 2016 fort. Der Umsatz stieg um real 1,2 Prozent (Vorquartal: 2,7 Prozent) und auch der AGA-Indikator stieg erneut von 116,9 auf 121,5 Punkte. Darüber hinaus sind die Erwartungen der Unternehmen bis zum 31. März 2017 optimistisch: 25 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Gewinne.

„Die Erfolgsgeschichte im norddeutschen Groß- und Außenhandel geht weiter. Die Unternehmen machen mehr Umsatz und Gewinn und stellen auch mehr Personal ein – und das bei teilweise mehr als schwierigen Rahmenbedingungen. Der Brexit ist dabei nur ein Punkt unter vielen. Auch die noch unklare Politik des neuen US-Präsidenten Trump beschäftigt die Unternehmen. Ich hoffe, dass mittelfristig die starken Gemeinsamkeiten zwischen Europa und den USA überwiegen. Wenn dieser Wechsel uns aus der Nullzins-Falle führt, ist schon etwas gewonnen“, sagte Dr. Hans Fabian Kruse, Präsident des AGA Unternehmensverbandes, heute bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage.

Mit dem Wirtschaftstest wurde auch die Personalentwicklung der norddeutschen Unternehmen ermittelt. Danach hat sich die Zahl der Beschäftigten um 0,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. 28 Prozent der Betriebe haben ihre Mitarbeiteranzahl erhöht, 13 Prozent haben sie verringert und bei 59 Prozent blieb sie gleich. In den kommenden sechs Monaten prognostizieren 20 Prozent der Unternehmen eine Personalsteigerung, 9 Prozent eine Personalverringerung und bei 71 Prozent soll die Mitarbeiterzahl konstant bleiben. Insgesamt wird die Beschäftigtenzahl im norddeutschen Groß- und Außenhandel voraussichtlich um 0,43 Prozent steigen.

Darüber hinaus befragte der AGA die Unternehmen zur aktuellen Ausbildungssituation: 65 Prozent der Betriebe bilden aus, 35 Prozent nicht. Bei 15 Prozent der Unternehmen hat sich die Zahl der Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr erhöht, bei 9 Prozent verringert und bei 77 Prozent ist sie gleichgeblieben. 76 Prozent der Betriebe konnten ihre Ausbildungsstellen passgenau besetzen, 24 Prozent nicht. Auch freie Ausbildungsstellen gab es im Oktober noch – und zwar bei 12 Prozent der Betriebe.

Alle norddeutschen Bundesländer konnten im 3. Quartal 2016 eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen. Das höchste nominale Umsatzplus erreichte dabei Schleswig-Holstein mit 2,7 Prozent, gefolgt von Niedersachsen mit 2,4 Prozent. In Bremen kamen die Groß- und Außenhändler auf ein Umsatzplus von 0,2 Prozent und in Hamburg auf 0,6 Prozent.

Der AGA Unternehmensverband vertritt die Interessen von 3.500 Mitgliedsunternehmen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In diesen Unternehmen sind rund 150.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einem Jahresumsatz von 288 Milliarden Euro ist der gesamte Groß- und Außenhandel eine der Schlüsselbranchen in Norddeutschland.

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